Martin Luther Evangelical Lutheran Church
2379 Lake Shore Blvd West, Toronto, Ontario, Canada M8V 1B7
Office Tel.: (416) 251-8293 Fax: (416) 259-2889 Email: churchoffice@martinluther.ca
 Pastor Alexander Mielke Cell: 416 - 567-2487 alexander.mielke@rogers.com

A bilingual Christian congregation (German and English) in the west end of Toronto.
Eine zweisprachige Evangelische Gemeinde (Deutsch und Englisch) im Westen Torontos.

Gemeindebrief : Juli 2003

Unsere Gottesdienste im Juli 2003:

06. Juli
3. Sonntag nach Trinitatis
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf

13. Juli
4. Sonntag nach Trinitatis
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf
Mit Feier des Heiligen Abendmahls

20. Juli
5. Sonntag nach Trinitatis
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf

27. Juli
6. Sonntag nach Trintitatis
English 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf

Wir danken für alle Gaben und den regen Besuch unserer Gottesdienste und laden ganz herzlich nach den Gottesdiensten zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee ein!

Aus den Gruppen und Kreise der Gemeinde

Die meisten Gruppen und Kreise sind im Moment in der
Sommerpause!!

Board of Directors vom Kindergarten 
trifft sich am Dienstag, 08. Juli, 18.00 Uhr, Kirche.

Der Kirchenvorstand
trifft sich am Mittwoch, 09. Juli, um 19.00 Uhr, Kirche. The congregational council is made up of twelve officials elected by the church congregation plus the pastor. They gather once per month to discuss the business and finances of the church.

Alpha-Kurse
trifft sich am 10. und 17. Juli jeweils um 19.00 Uhr, in der Kirche. The concept of the course is to give basic information about our Christian faith, to discuss it and to learn what the bible has to say about God, Prayer, the Holy Spirit. The goal is to to show the  importance of biblical texts and Christian values for our individual, daily life.

Alle Informationen, Predigten, Veranstaltungskalender auch auf 
unserer Website:
  www.martinluther.ca

Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach.
Jakobus 1, 22

Andacht zum Monatsspruch im Juli

Liebe Gemeinde,
vor Kurzem – das wissen Sie bestimmt – war eine Gruppe unserer Gemeinde auf dem Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin. Das ist das größte kirchliche Ereignis in Deutschland, vergleichbar einem großen Fest, auf dem Gottesdienste, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen stattfinden, und natürlich viel Begegnung zwischen Christen geschieht. Allein zwischen 200.000 und 300.000 Menschen trafen sich zur Eröffnungsveranstaltung vor dem Brandenburger Tor. Das Besondere waren allerdings nicht die vielen Menschen, obwohl es schon ermutigend ist, so viele junge Menschen auf einer kirchlichen Veranstaltung zu sehen (25% der Teilnehmenden waren unter 25 Jahre alt!). Das Besondere war, daß zum ersten Mal in der seit der Reformation beide Konfessionen gemeinsam zum Kirchentag einluden. Seit dem 16. Jahrhundert hatte man es nicht geschafft, theologische Gegensätze und gottesdienstliche Traditionen zu überwinden und zur gemeinsamen Feier des Glaubens zusammen zu kommen. Sicher, in den letzten Jahrzehnten gab es viele ökumenische Begegnungen, vor allem auf Ebene der Gemeinden. Und nach dem II. Vatikanischen Konzil, dem größten Reformkonzil der Katholischen Kirche, waren Dinge, wie ökumenischen Trauungen möglich geworden. Man hatte sich angenähert. Und wie es ja meistens ist, für die meisten Gemeinden ist das sowieso kein Problem. Ich hatte zum Beispiel gute Kontakte zu der katholischen Gemeinde in Deutschland. Und hier im Stadtteil, in dem unsere Kirche liegt, arbeiten die Kirchen verschiedener Ausrichtungen zusammen. - Warum hat es so lange gedauert, bis sich die Kirchenleitungen zu einem gemeinsamen Kirchentag durchringen konnten? Es bestand die Sorge, daß eigene Traditionen gesprengt würden. Ich kann hier nicht sehr in die Tiefe gehen, aber was ist zum Beispiel, wenn nun alle gemeinsam Abendmahl feiern, wo doch die Vorstellungen vom Abendmahl im katholischen und evangelischen Glauben unterschiedlich sind? – Ich fand dieses Bild. Wie bei einem sportlichen Wettkampf ist das Siegertreppchen zu sehen. Egal, welcher von den Bischöfen auf Platz zwei oder drei ist, die Bibel ist jedenfalls die Nummer eins. Ich denke, das ist immer noch ganz unbestritten unter Christen, daß wir unseren Glauben auf die Bibel gründen, und die Kirchen – welche auch immer -ihre Traditionen direkt von der Bibel herleiten. Also wenn die Bibel die Nummer eins ist, dann ist die Einheit der Christen doch eigentlich kein Problem, oder? Zwei Schwierigkeiten sind damit leider noch nicht aus dem Weg geräumt: Das unterschiedliche Verständnis des biblischen Textes, und das, was uns der Monatsspruch aus dem Jakobusbrief empfiehlt: Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach....  Das Beeindruckendste am Kirchentag in Deutschland war, daß man nicht so sehr auf die Unterschiede, sondern mehr auf die Gemeinsamkeiten geschaut hat. Und ich denke, daß ist ein sehr wichtiger Schritt, auch im Kleinen. Auch in unsere Kirche kommen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, unterschiedlichem Alter, mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Erwartungen. Und wie beim großen Kirchentag in Berlin, ist es auch unter uns immer wieder ist es nötig, daß wir uns auf einen gemeinsamen Weg verständigen. Es ist ein Prozeß des Sich-Annäherns. Man muß oft genug einen Mittelweg finden, der aber nicht einfach vom Himmel fällt, sondern den wir im Miteinander mit Gottes Hilfe suchen müssen. Das ist nicht immer leicht, aber alles in allem fruchtbar. Uns verbindet, daß der Glaube ein Band über die Generationen und alle Unterschiede hinweg knüpft. Es bleibt an uns Einzelne dabei die Aufgabe gestellt, an uns selbst zu arbeiten, das Gemeinsame als wichtiger anzusehen, als den eigenen Standpunkt und Kompromisse zu finden. Es ist die Liebe, es ist der gegenseitige Respekt, die alle Gegensätze überbrücken – das ist alles in allem sicherlich das Wichtigste, was wir aus der Bibel lernen können. Bleibt uns nur noch, dies auch zu beherzigen. Wie lautete doch gleich der Monatsspruch? - Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach....
Mit den besten Wünschen für den Juli,
verbleibt mit einem lieben Gruß Ihr Pastor

Sondersammlung

Später als im letzten Jahr beginnt unsere Sondersammlung. In den nächsten Tagen und Wochen werden Sie wieder von Mitgliedern des Kirchenvorstandes und an der Sammlung beteiligten Gemeindemitgliedern angesprochen und besucht und um Ihre Spenden für die Gemeinde gebeten. Durch den strengen Winter, die höheren Energiepreise und die Tatsache, daß der Kirchenbesuch während der Wintermonate nicht so zahlreich war, sind die Einnahmen nicht so hoch gewesen. Wir sind auf Spenden angewiesen. Es kommt der gemeindlichen Arbeit voll zu Gute. Vieles ist schon erreicht, aber es ist wichtig, auf dem Weg des Ausbaus unserer gemeindlichen Aktivitäten weiter voranzugehen. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung der Gemeinde und auch im Voraus für Ihre Gaben!

 

Reise nach Deutschland - ein Rückblick

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen... Dies stimmt unter Garantie auch für unsere Deutschlandreise. Die Reise war anstrengend, weil sie so vollgepackt mit Besuchen und Veranstaltungen gewesen ist, daß ich den einen oder anderen habe sagen hören: „Nun müssen wir uns erst einmal von allem erholen und das Erlebte verdauen.“ – Da einige der 21 Reiseteilnehmer bereits in Deutschland waren, haben wir uns am 27. Mai in der Heilig Kreuz Kirche in Berlin-Kreuzberg getroffen. Die Gemeinde besteht aus zwei Bezirken mit zwei Kirchen und liegt in dem Umfeld vieler ausländischer Nationalitäten. So ist das Gemeindeleben durch die Unterstützung der Flüchtlinge und Asylbewerber bestimmt. Gleich am ersten Abend wurden wir in Gastfamilien untergebracht, bei denen wir während der Zeit des Kirchentages blieben. Der Kirchentag selbst bot alles, was man sich im Zusammenhang von Kirche vorstellen kann. Die Begegnung der beiden großen deutschen Konfessionen, der Katholiken und Protestanten war natürlich der Schwerpunkt. Auf dem Kirchentag kam es zur Unterzeichnung der „Carta Oekumenica“, die die Mehrzahl der europäischen Kirchen zur ökumenischen Zusammenarbeit auffordert. Das hat leider nicht so viele Schlagzeilen gemacht, wie die gemeinsame Feier des Abendmahles, was vereinzelt stattfand, aber von der Katholischen Kirche nicht erlaubt worden war. Die beteiligten Priester sind inzwischen vom Dienst enthoben worden. Spuren hat bei uns als Teilnehmer sicherlich die Atmosphäre als solche hinterlassen: Selbst in einer Großstadt wie Berlin haben die Christen das Straßenbild beeinflußt, die Stimmung war sehr positiv und freundlich. Es gab 3000 Einzelveranstaltungen, aus denen sich jeder von uns das herausgepickt hat, was er gerne erleben wollte. Sicherlich ergreifend auch die Tatsache, daß selbst die größten Kirchen in Berlin bis auf den letzten Platz gefüllt waren. – Von Berlin ging es dann am 1. Juni weiter nach Dresden. Der Aufbau der im Krieg zerstörten Frauenkirche nähert sich dem Abschluß. In etwa einem Jahr wird die Kirche eingeweiht. Sie wird als Ort der Begegnung und der Versöhnung fungieren. De Glocken haben zu Pfingsten das erste Mal nach mehr als 50 Jahren geläutet. Von Dresden ging es weiter nach Erfurt, wo wir im Augustiner-Eremiten Kloster geschlafen haben, das Kloster, in das Martin Luther als Mönch eintrat. Das Kloster ist hervorragend renoviert worden und beherbergt inzwischen auch einen kleinen Konvent von Benediktinerinnen. Der Höhepunkt in Erfurt waren der Besuch im Dom und eine Andacht in der kleinen Kapelle des Klosters. Von Erfurt ging es in der Harz, nach Werniggerode. Die Fahrt mit der Harzquerbahn bis zum Brocken, des höchsten Berges im Harz, hat viele in Kindertage zurückversetzt: die schnaubende Dampflock schraubte sich durch den Wald in die Höhe - ein Erlebnis. Von dort aus haben wir dann die Wartburg – Luthers Exil im Jahr 1521 – besucht, wo Martin Luther in nur 10 Wochen das Neue Testament ins Deutsch übersetze. Sie merken daran, daß Martin Luther immer wieder unsere Reiseroute bestimmte. In Eisenach haben wir das Bachhaus besucht. In Eisleben haben wir das Geburts- und das Sterbehaus Luthers gesehen. Es ging dann nach Leipzig, das wie alle Städte der früheren DDR nach den Wende 1989 zu einer modernen und schönen Stadt geworden ist. Ein Highlight in Leipzig war der Besuch der Nicolai-Kirche und das Gespräch mit dem dortigen Pastor, Christian Führer, über die friedlichen Demonstrationen nach den montäglichen Friedensgebeten. Diese Bewegung hat das Regime der DDR letztlich zu Fall gebracht. „Nicolai-Kirche –offen für alle“, steht an der Tür, danach hat man gehandelt, gerade auch in schwierigen Zeit, wo ein großer Druck auf den Kirchen im Sozialismus lastete. Und auch heute noch gilt dieses Motto. Für die Gemeinde ist alles, was geschah rückwirkend betrachtet ein Wunder. Dem kann man nur zustimmen, vor allem, wenn man bedenkt, daß diese Revolution friedlich verlief und kein Schuß gefallen ist. Von Leipzig ging es nach Wittenberg. In der Schloßkirche, wo Martin Luther die 95 Thesen angeschlagen haben soll, haben wir einen Pfingstgottesdienst erlebt. Noch ein Lutherhaus mit dem Tisch, an dem Luther mit Studenten und Kollegen diskutierte, später sind diese Gespräche als sogenannte „Tischreden“ veröffentlicht worden. Von Wittenberg ging es zurück nach Berlin, von wo aus einige zu weiteren Verwandtenbesuchen aufbrachen und andere dann am Montag zurück nach Kanada flogen. Abschließend muß ich sagen, daß sich diese Reise in jedem Fall gelohnt hat. Die vielen Eindrücke und Erlebnisse! – In der Tat, die müssen wir nun erst einmal verdauen.

Gemeindeversammlung

Am 25. Mai fand nach dem Deutschen Gottesdienst schon einmal eine Gemeindeversammlung statt, die sich mit dem Antrag der Deutschen Schule Toronto, die Räume im Basement der Kirchen gegebenenfalls nutzen zu können, beschäftigte. Es ergaben sich allerdings durch das Gespräch mit Verantwortlichen der Schule Fragen und Anregungen. Außerdem war die Versammlung nach den Statuten der Gemeinde nicht beschlußfähig – es waren nicht 50 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Am 22. Juni wurde deshalb eine zweite Versammlung einberufen. Noch einmal konnten Bedenken geäußert werden. Die Wahl ergab, daß die Versammlung mehrheitlich dem Gesuch der Schule zugestimmt hat. Jetzt bliebt abzuwarten, ob die Schule tatsächlich ab September die Räume nutzt oder vielleicht doch näher zum alten Standort unterkommen kann.

Das Muttertagsessen...

...hat einen Reinerlös von $ 478 erbracht, daß dem Missionskreis zur Verfügung gestellt wird. Wir danken der Gemeinde, aber auch unseren Sponsoren

Familie Lein (Lein Delikatessen)
und Horst Wiegers (H&R Sweets)

 Vielen Dank!!

Camp Lutherlyn - bitte anmelden!!

Wer mitfahren möchte zum Camp Lutherlyn, Sonntag, 27. Juli bis Samstag, 2. August, soll sich bitte schnellstens anmelden. Angehängt an diesen Gemeindebrief finden Sie das Anmeldeformular. Es wird einen Bus geben, der die Kinder zum Camp transportiert und dort wieder abholt. Abfahrt: 27 Juli, 8:30 Uhr!!

Cultivating Community Workshop
Camp Edgewood, October 24 - 26/03

You can develop a healthy, robust community that lives right with God and enjoy its results only if you do the hard work of getting along with each other, treating each other with dignity and honour.  You are invited to participate in a community-building workshop, in the Fall at Camp Edgewood. Sessions begin Friday afternoon, and run through to Sunday Afternoon. It is imperative to be present for the entire workshop. Only those actively involved in the workshop will be at the Camp. A minimum of eight and a maximum of 16 participants are required. Cultivating community will take Honesty, Humility, Courtesy, Confidentiality, Frequency and Commitment. To cultivate real fellowship, and a loving community in this small group, you will have to make some tough choices, and take some risks.
Contact Hans Vetter              Phone: (416) 367-0378

Rückblick auf das Gemeindepicknick

Unser Gemeindepicknick war ein voller Erfolg. Es war schön, daß trotz Vatertag so viele am Picknick teilgenommen haben. Alles war sehr harmonisch und gut vorbereitet. Allen, die mitgeholfen haben, sei herzlich gedankt. Der Missionskreis hat $ 270.30 für die Unterstützung bedürftiger Familien eingenommen.

 

Radioandacht auf AM 530

Jeden Freitag um 11.00 Uhr hält Pastor Wolf eine Radioandacht auf  dem Sender Ciao Radio, AM 530. Es geht um „Gott und die Welt“ und bietet eine Vorschau auf den folgenden Sonntagsgottesdienst. Sagen Sie dies bitte vor allem denen, die nicht mehr zur Kirche kommen können, denn so kommt die Kirche direkt zu ihnen!!!

Im nächsten Gemeindebrief...

Bericht über das neue Sonntagsschullehrer-Team!!

Das letzte Wort

Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, daß der Chef Sie vermißt,
aber nicht so lange, bis er entdeckt, daß auch ohne Sie recht gut auskommen kann.
(Aus der Schweiz)

Martin Luther Church is a member congregation of the Toronto Conference of the Eastern Synod of the Evangelical Lutheran Church in Canada, the DELKINA (Deutsche Evangelische Lutherische Konferenz in NordAmerika / German Evangelical Lutheran Conference in North America), and the EKD (Evangelische Kirche in Deutschland / Protestant Church of Germany).
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