Martin Luther Evangelical Lutheran Church
2379 Lake Shore Blvd West, Toronto, Ontario, Canada M8V 1B7
Office Tel.: (416) 251-8293 Fax: (416) 259-2889 Email: churchoffice@martinluther.ca
 Pastor Alexander Mielke Cell: 416 - 567-2487 alexander.mielke@rogers.com

A bilingual Christian congregation (German and English) in the west end of Toronto.
Eine zweisprachige Evangelische Gemeinde (Deutsch und Englisch) im Westen Torontos.

 

 

Gemeindebrief: Oktober 2005 [PDF]

Letzte Aktualizierung:   18 August 2011                        49. Jahrgang                      Oktober 2005

Unsere Gottesdienste im Oktober

02. Oktober
Erntedankfest

Gemeinsamer Gottesdienst
Englisch u Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf
Mit Kirchenchor, Sonntagsschule und anschließendem Essen!

09. Oktober
20. Sonntag nach Trinitatis Canadian Thanksgiving!
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf
Mit Feier des Heiligen Abendmahles in beiden Gottesdiensten!

16. Oktober
21. Sonntag nach Trinitatis
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor
Joachim Knaack

23. Oktober
22. Sonntag nach Trinitatis
Englisch 9.45 Uhr
Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf

29. Oktober - Samstag!
Open House
12.00 - 16.00 Uhr
[PDF]

30. Oktober Reformationssonntag
Gemeinsamer Gottesdienst
Englisch u Deutsch 11.00 Uhr
Pastor Stefan Wolf
Mit Taufe und Beteiligung des Kirchenchores

Wir danken für alle Gaben und den regen Besuch unserer Gottesdienste und laden ganz herzlich nach den Gottesdiensten zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee ein!

Aus den Gruppen und Kreise der Gemeinde:

Der Literaturkreis findet am Dienstag, 04. Oktober, 16.00 Uhr, Pfarrhaus statt. Er ist mehr oder weniger ein Buchclub, in dem wir uns unsere Lieblingsbücher vorstellen. Diesmal wollen wir außerdem unseren Ausflug zu „Books in the Bloom“ besprechen. Kommen sie doch auch!

Der Konfirmandenunterricht  findet am 17. und 24. Oktober um 19.00 Uhr im Pfarrhaus statt.

Board of Direktors  vom Kindergarten trifft sich am Dienstag, 11. Oktober, 18.00 Uhr, Kirche.

Der Frauenkreis  lädt am Mittwoch, 12. Oktober, 19.00 Uhr, in die Kirche ein.

Der Kirchenvorstand  trifft sich am Mittwoch, 12. Oktober, 19.00 Uhr in der Kirche.

Der Seniorenkreis  trifft sich am Dienstag, den 18. Oktober, um 11.00 Uhr in der Kirche.

Der englische Bibelgesprächskreis  trifft sich am Dienstag, den 18. Oktober, um 19.30 Uhr, in der Kirche.

Der deutsche Bibelgesprächskreis  ist am Mittwoch, 26. Oktober, nachmittags 13.30 Uhr, in der Kirche.

Der Besuchsdienstkreis  trifft sich nach Vereinbarung.

Radioandacht auf Deutsch
jeden Sonntag, 9.30 Uhr, Radio Ciao AM 530. Any donations for this program would be welcome - please indicate your envelopes  'for radio program'.

Bitte planen Sie alles beizeiten ein!

Bitte senden Sie uns eine e-mail, wenn Sie den Gemeindebrief bekommen möchten.

Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit!
Schüttet euer Herz vor ihm aus! Denn Gott ist unsere Zuflucht.
(Psalm 62,9)

Andacht zum Monatspruch Oktober 2005

Liebe Gemeinde,
mögen Sie auch Cartoons? Manchmal bringen sie Dinge wirklich auf den Punkt, so wie der, den ich als Bild für diese Andacht ausgesucht habe. In Wirklichkeit wissen wir, dass man sich, wenn man heiratet, eben nicht aus unterschiedlichen Möglichkeiten das Passende aussuchen kann. Das könnte man noch so nett verpacken, doch letztlich geht es ja gerade darum, dass Leute dazu Ja sagen, dass man sich ewige Liebe und Treue schwört. In der Ehe geht es um Treue und Vertrauen. Beide Worte entstammen im Deutschen übrigens einem Wort, dass „stark“ oder „fest“ bedeutet. Ohne Treue, ohne Vertrauen hat die Ehe keinen Bestand. Das wissen wir. Ehen scheitern nicht daran, dass man mal unterschiedlicher Meinung ist, sondern dass man die gemeinsame Grundlage verlässt, sich untreu wird, das Vertrauen in die Beziehung und in einander verliert. – Vertrauen ist etwas entscheidend Wichtiges, wenn man in Harmonie leben will. Albert Schweitzer, der Arzt und Theologe, hat einmal geschrieben, dass Vertrauen wie ein Pfand ist, das uns von Gott gegeben ist. Er hat gesagt, das Kostbarste im Leben ist, dass wir nicht für uns selber leben, sondern für das, was für die Menschen, für die Wahrheit und für das Gute geschehen muss. Das sind große Worte und meint, dass Vertrauen davon lebt, dass es sich auf andere richtet, dass ich anderen einen Vertrauensvorschuss geben muss, damit das Zusammenleben klappt und Gutes dabei herauskommt. Vertrauen ist ein Geben und Nehmen. Ich habe neulich gelesen, wie jemand Vertrauen mit einem Bankkonto verglich, von dem man auf Dauer nicht nur Geld abheben kann. Es muss auch Geld auf das Konto eingezahlt werden, sonst ist das Geld schnell verbraucht und man gerät in die roten Zahlen. – In großen Firmen hat man sich deshalb von dem Satz Lenins, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, verabschiedet. Man sagt, Vertrauen ist wichtiger als Kontrolle. Manchmal geht auch das zu weit und Vertrauen wird missbraucht, Bosse bereichern sich oder Mitarbeiter unterschlagen Geld. Blindes Vertrauen ist vermutlich genauso schädlich, wie gar kein Vertrauen. – Vielleicht helfen uns diese Gedanken, noch einmal neu zu verstehen, dass es auf Gegenseitigkeit ankommt, das Vertrauen wachsen muss und gemeinsame, gute Erfahrungen braucht, damit wir wirklich vertrauen können, dass Verständnis und Kommunikation wichtig sind, damit man sich – in der Ehe zum Beispiel – nicht auseinander lebt und anstelle von Vertrauen auf einmal das Misstrauen wächst. Vertrauen muss genährt und gepflegt werden, man muss Zeit miteinander verbringen und die Erfahrung machen, dass man sich, auch wenn es einmal eng wird und Probleme da sind, aufeinander verlassen kann. - Wenn der Psalm sagt: Vertrau ihm…Schüttet euer Herz vor ihm aus…Gott ist unsere Zuflucht…dann ist das ein Resultat vieler Erfahrungen des Volkes Gottes, dass Gott sie nicht hängen gelassen hat, sondern immer treu zum Volk gestanden hat. Jemand, der mit Gott keine Erfahrungen gesammelt hat, wird so einen Satz nicht überzeugend finden. Man kann nicht einfach zu jemandem sagen: Vertrau Gott, wenn eben, wie gesagt, Vertrauen wachsen muss und sich Vertrauen gewissen Erfahrungen verdankt. Aber es überzeugt schon, wenn wir durch diesen Vers an die Erfahrung vieler Menschen im Laufe der Jahrtausende erinnert werden. Menschen, die erlebt haben, dass Gott sie durch Schweres getragen und ihrem Leben Freude und Trost geschenkt hat. Und vielleicht können wir nachvollziehen, dass es nur eines gibt, was noch wichtiger ist als Vertrauen – Gottvertrauen!
Mit den besten Wünschen für den Oktober,
verbleibt mit einem lieben Gruß
Ihr Pastor
Stefan Wolf

 Besuch von der Evangelischen Kirche in Deutschland

Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres haben wir gleich zwei Mal hohen Besuch aus Deutschland erhalten. Am 18. September war Oberkirchenrat Thies Gundlach mit seiner Frau Birgitta im Gottesdienst zu Gast. Und am 26. September hat uns Oberkirchenrat Peter Weigand, der für die Entsendung von Pfarrern nach Nordamerika zuständig ist, zu einem Gedankenaustausch besucht. - Es ist durch beide Besuche deutlich geworden, dass es sowohl Gemeinsamkeiten als auch große Unterschiede zwischen der Kirche in Deutschland und Nordamerika gibt. Hier wie dort besuchen vorwiegend ältere Menschen den Gottesdienst. Auf beiden Seiten des Atlantiks kämpft die Kirche um öffentliche Anerkennung und muss sich viel einfallen lassen, um die jüngere Generation zu erreichen. Inzwischen, so erzählte OKR Weigand, kennt man auf der anderen Seite auch Situationen, in denen Gemeinde durch die Einwanderung von Russlanddeutschen mit anderen Traditionen zu tun haben. Die kirchliche Landschaft ist vielfältiger geworden, auch wenn man sich im Gegensatz zu Kanada, kaum mit anderen Religionen und einer derart multikulturellen Gesellschaft auseinandersetzen muss. - Ein Unterschied ist nach wie vor, dass in unserer Gemeinde ganz klar der Gottesdienst der Treffpunkt und das Zentrum ist. In Deutschland erkennt man andere Formen der Gemeindearbeit und der Versammlung von Gemeinde als gleichberechtigt an. - Die Beziehungen zwischen unserer Gemeinde und der Evangelischen Kirche in Deutschland und auch der Lutherischen Kirche in Kanada sind verschiedentlich das Thema dieser Begegnungen gewesen. Dabei wurde deutlich, wie ausgezeichnet das Verhältnis zur EKD ist und wie gut unsere Gemeinde dasteht. In Deutschland wird anerkannt, dass die Martin Luther Kirche aus eigener Kraft Vieles geleistet hat. Die solide Arbeit von Pastor Schwantes und den Kirchenvorständen in Vergangenheit und Gegenwart hat zu einer gemeindlichen Arbeit geführt, die in den letzten Jahren auch zu einer festen Größe im Stadtteil geworden ist. Peter Weigand stellte deutlich heraus, wie wichtig es für den Fortbestand der Gemeinde ist, soziale Dienste, wie den Kindergarten, anzubieten und so zu zeigen, dass man als Gemeinde vor Ort für die Menschen um uns herum da ist. Er bezeichnete es als den richtigen Schritt in die Zukunft sich um Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu kümmern. Die Seelsorge und der Gottesdienst in deutscher Sprache haben dabei nichts an Bedeutung eingebüsst und sind als ein Stück Heimat unerlässlich. Nach seiner Aussage haben die deutschsprachigen Gemeinden ein sehr gutes Ansehen bei der hiesigen Synode. Bischof Michael Pryse lobt die Arbeit der Gemeinde und freut sich über die gute Ausbildung und das Engagement der deutschen Pastoren. - Beide Besucher lobten die Gastfreundschaft unserer Gemeinde und haben sich im Kreise von Gemeindegliedern sehr wohl gefühlt. - Es war interessant, Erfahrungen aus erster Hand und eine Predigt über den Vergleich von Kriminalromanen und dem Evangelium zu hören. Auch wenn dass für manche ungewöhnlich war, wurde deutlich, dass das Evangelium weit über die teilweise grausame Realität der Welt, in der wir leben, hinausweist. Nichts tröstet Menschen so sehr, wie das Wissen um Gottes Nähe. - Vielleicht ist es manchmal für Gemeindemitglieder schwer nachzuvollziehen, was die Beziehungen nach Deutschland wert sind. Die Beteiligung vor allem am 26. September hätte besser sein können. Wir sind eine Gemeinde und das haben die beiden Besuche gezeigt, die zwei Anbindungen hat: Hier im Land und der hiesigen Kirche, aber eben auch in Deutschland, wo die Wurzeln vieler unserer Mitglieder liegen. Die Evangelische Kirche in Deutschland unterstützt als einzige Kirche der Welt die Auslandsarbeit durch die Entsendung von Pastoren und Kirchenpartnerschaften, wie zum Beispiel zur ELCIC. Das verschafft unserer Gemeindearbeit eine ganz andere Bedeutung, weil die Erfahrungen in den Auslandsgemeinden auch der Kirche in Deutschland helfen kann, die Folgen zum Beispiel von Globalisierung besser verstehen zu können und gemeindliche Arbeit nach Modellen anderswo in der Welt zu gestalten. – Andererseits können wir uns als Kirche in der Welt erleben und uns durch den Erfahrungsaustausch im Blick auf die eigene Arbeit anregen lassen. Wir sind nicht nur irgendeine Gemeinde in Kanada, sondern Partner in einem weltweiten Verbund. Peter Weigand hat dies in seiner Ansprache an die Gemeinde herausgestellt: „Christen begreifen sich nicht nur als Gruppe vor Ort, sondern als Teil einer großen, weltweiten Gemeinde.“

Unsere  eigene Briefmarke!

Zum Jubiläum werden wir Briefmarken mit dem Motiv unserer Kirche anbieten. Eine Innen- und Außenaufnahme wird in Bögen erhältlich sein. Diese Briefmarken tragen das gültige Porto und können für das Verschicken von Post verwendet werden. Es ist ein besonderer Service der Post, dass man seine eigenen Briefmarken drucken lassen kann. Sie sind etwas teurer als die herkömmliche Briefmarke, aber die Martin Luther Kirche – Briefmarke ist sicherlich etwas Besonderes und eine originelle Idee für Ihre Weihnachtspost!

Neues aus der Sonntagsschule

Die Ferien sind vorbei und die Sonntagsschule läuft schon wieder auf Hochtouren. Das Programm richtet sich an alle Kinder, die mit ihren Eltern am Gottesdienst teilnehmen. Der Unterricht ist in Englisch und beginnt gleich nach dem Kindergespräch zu Beginn des Hauptgottesdienstes. Der eigens eingerichtete Raum im Keller der Kirche ist nun wirklich als Sonntagsschulraum erkennbar. Neulich haben die Kinder eine wunderschöne Arche auf die Wand gemalt. Zum Team gehören Monika Schmidt, als Leiterin, Tanya Zielke, Iris Schweiger, Peggy Seifert-Rabey, Christina Wienecke, Jan-Lukas und Merlin Wolf.

Ein Dank des Kindergartens

Der Kindergarten hat wieder einmal von Gemeindemitgliedern schöne Spielsachen und Geldspenden erhalten. Das freut Personal und Kinder ganz besonders. Wir sagen allen Spendern ein ganz herzliches „Dankeschön“!

Wir laden alle herzlich zu unserem Erntedankgottesdienst am 2. Oktober 2005 um 11.00 Uhr ein !

Wie in den vergangenen Jahr feiern wir ein gemeinsames Erntedankfest in deutscher und englischer Sprache. Das Thema ist „Sammeln und Teilen“.

BITTE bringen Sie Nahrungsmittel-Spenden für die Foodbank mit!

Die Zahl der Menschen, die durch die Foodbank anderer Kirchen vor Ort versorgt werden, nimmt ständig zu. Die Pastoren dieser Kirchen haben wieder um Nahrungsmittelspenden gebeten. Deshalb haben wir die Bitte, daß Sie unverderbliche Nahrungsmittel (Dosenobst, Thunfisch, Nudeln, Reis etc.) mitbringen und in Körbe am Eingang der Kirche legen. Wir danken für Ihre Gaben!

PROGRAMM:

11.00 Uhr             GEMEINSAMER GOTTESDIENST,

mit Sonntagsschule und Kirchenchor

ca. 12.00 Uhr:      LUNCH UND ANSCHLIESSENDES

KAFFEETRINKEN

ca. 13.30 Uhr       ABSCHLUSS

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!!

Wir bitten um freiwillige Geldspenden für das Essen, das etwa $ 5 pro Portion / pro Erwachsenem kostet. Der Überschuss soll einem sozialen Projekt zugeführt werden.

 

Kurzmeldung: Synodentagung in Winnipeg

Die Syndodentagung der Lutherischen Kirche in Kanada, die ELCIC, hat die Einführung der so genannten ‚local option’ für die Segnung homosexueller Paare bei 183 Ja- und 220 Neinstimmen zurückgewiesen. Bischof Raymond Schultz (Bild) ist als Bischof im Amt bestätigt worden. Ausführliche Berichte können Sie auf der Web-Seite der ELCIC nachlesen (www.elcic.ca)

DELKINA-Tagung in Ottawa, 20. bis 26. September 2005

Vom 20. bis 26. September fand die Tagung der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Konferenz in Nordamerika (DELKINA) statt. Der Vorstand unter dem Präsidenten Holger Roggelin (Baltimore) und Vizepräsidentin Katharina Moeller (St. Georgskirche, Toronto) ist unverändert wiedergewählt worden. Das Thema „Der Öffentlichkeitsauftrag der Kirche“ durch Vorträge und Informationen von Thies Gundlach, Peter Weigand und Michael Pryse ausführlich von verschiedenen Seiten beleuchtet worden. Die Martin Luther Gemeinde in Ottawa hat sich große Mühe mit den 40 Gästen der DELKINA gemacht und sie jeden Tag mit deutschem Essen verwöhnt. Es gab sogar einen „Lutherabend“ mit Essen, Kostümen und Musik aus der Zeit Luthers. Es war eine gut vorbereitete und informative Tagung, bei der Anregungen für die Arbeit unserer Gemeinde und ein Austausch mit anderen nicht zu kurz kamen.

Unsere Kirche war durch Heinz Gutsch, Erich Feyerabend und Pastor Wolf vertreten.

 

Nachwuchs

Gleich zwei Kinder wurden geboren, die wir Ihnen gerne vorstellen wollen:

Verena Elisabeth Hofmann,
Tochter von Pastor Susanne Hofmann und Ehemann Andr
eas
 

und
Nikolas Alexander Eble-Scott
Sohn von Heike Eble-Scott und Ehemann Russ

 

 

Ein frühes Meisterstück der Politik

Vor 450 Jahren fand in Augsburg ein Ereignis von weltpolitischer Bedeutung statt: Der Reichs- und Religionsfriede vom 25. September 1555 garantierte die konfessionelle Koexistenz von Katholiken und Lutheranern und gilt als Grundlage einer modernen interkulturellen Toleranz. Am Sonntag, den      25. September 2005, wurde dieses Ereignisses mit einer Festveranstaltung in der St. Anna-Kirche in Augsburg (Bild) ein Ökumenischer Gottesdienst gedacht.

Als Vertreter der evangelischen Kirche würdigte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber den Augsburger Religionsfrieden als "Magna Charta der Ökumene"; der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte, das moderne Grundrecht der Religionsfreiheit sei "eine bleibende Errungenschaft". Die Kirchenvertreter forderten "diese Religionsfreiheit nicht nur im eigenen Land." Vielmehr fordere man "sie auch in den Ländern ein, in denen Christen heute in der Minderheit sind und wo politischer Schutz und persönliche Freiheit fehlen", so Bischof Wolfgang Huber.

Bundespräsident Horst Köhler, der ebenso wie der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber an den Feierlichkeiten teilnahm, warnte vor einer "Relativierung aller Werte und Haltungen" und sprach sich für die Beibehaltung des von Kirchen erteilten Religionsunterrichts an Schulen aus. Er halte Versuche für problematisch, "die Kirche aus Bereichen hinauszudrängen, in denen sie über Jahrhunderte und Konfessionsgrenzen hinweg erfolgreich ihren Beitrag geleistet" habe. Wie der Weltjugendtag in Köln gezeigt habe, würden die Menschen wieder stärker nach geistlicher Orientierung suchen.

Hintergrund: Der Augsburger Religionsfriede

Urkunde des Augsburger Religionsfriedens © dpa
Urkunde des Augsburger Religionsfriedens

 

Vor genau 450 Jahren, am 25. September 1555, beendete der Augsburger Religionsfrieden die jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und den protestantischen Fürsten des so genannten Schmalkaldischen Bundes. Zum ersten Mal seit Beginn der Reformation wurde durch diesen Friedensvertrag die lutherische Konfession als gleichberechtigt anerkannt. Die Landesherren konnten ihr Bekenntnis frei wählen, sie bestimmten auch die Religion ihrer Untertanen, wobei sich diese durch Auswanderung entziehen konnten. Kernpunkte des Augsburger Religionsfriedens waren ein allgemeiner "Landfrieden" ("daß niemand, welcher Würde, Standes oder Wesens er auch sei, den anderen befehden, bekriegen, fangen, überziehen, belagern soll") und die Anerkennung des evangelischen Glaubens ("diese Religion ruhig und friedlich belassen"). Außerdem wurde die Geistliche Gerichtsbarkeit ("Ketzerrecht") gegenüber den Lutheranern abgeschafft. Immerhin mehr als 70 Jahre Frieden gewährleistete der Friedensschluss von Augsburg den Staaten des Deutschen Reiches. Und obwohl zum Beispiel die Reformierten erst mit dem Westfälischen Frieden von 1648 den Katholiken und Lutheranern gleichberechtigt wurden, gilt der Augsburger Religionsfriede als Abschluss der durch die Reformation bedingten Auseinandersetzungen. Die Stadt Augsburg blieb ein Brennpunkt für die Annäherung der Kirchen. 1999 wurde in der evangelischen St. Anna-Kirche, die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" unterzeichnet, die aber leider von der katholischen Kirche im Endeffekt nicht anerkannt wurde.

Alle Termine im Überblick

Flötenensemble
auf Absprache!
Besuchsdienstkreis
auf Absprache!
Missionskreis
                                jeden Mittwoch  ab 9.30 Uhr, außer am 12.10.!
Kirchenchor
 jeden Freitag,  19.30 Uhr, Kirche.
Radioandacht auf Deutsch
jeden Sonntag,   9.30 Uhr, Radio Ciao AM 530.
Literaturkreis
Dienstag,  04.10., 16.00 Uhr, Pfarrhaus.
Board of Direktors vom Kindergarten
Dienstag, 11.10., 18.00 Uhr, Kirche.
Frauenkreis
Mittwoch, 12.10., 19.00, Uhr, Kirche.
Kirchenvorstand
Mittwoch, 12.10., 19.00 Uhr, Kirche.
Konfirmandenunterricht
Montag, 17. und 24.10., 19.00 Uhr, Pfarrhaus.
Seniorenkreis
Dienstag, 18.10., 11.00 Uhr, Kirche.
Englischer Bibelgesprächskreis
Dienstag, 18.10., 13.30 Uhr, Kirche.
Deutscher Bibelgesprächskreis
Mittwoch, 26.10., 13.30 Uhr, Kirche.

Das letzte Wort

Vertrauen ist eine Oase des Herzens,
die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.
(Khalil Gibran)

Martin Luther Church is a member congregation of the Toronto Conference of the Eastern Synod of the Evangelical Lutheran Church in Canada, the DELKINA (Deutsche Evangelische Lutherische Konferenz in NordAmerika / German Evangelical Lutheran Conference in North America), and the EKD (Evangelische Kirche in Deutschland / Protestant Church of Germany).
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