Andacht zum Monatspruch in
Oktober 2006
Du sorgst für das Land und tränkst es; du
überschüttest es mit Reichtum.
Psalm 65, 10
Liebe Mitglieder
und Freunde der Martin Luther Kirche,
Im Überfluss zu leben, wer wünscht sich das nicht?!
Ich kenne kaum jemanden heutzutage, der nicht reich sein möchte.
Menschen, die in einer so materialistischen Gesellschaft aufwachsen wie
wir, sind schon als Kinder darauf gepolt, dass reich sein, d a s
Lebensziel ist. - Als wir neulich in einem dieser nachgebauten
Pionierdörfer waren, wurde uns noch einmal klar, wie vieles noch vor 100
Jahren Mangelware gewesen ist. Da
konnte man froh sein, wenn man satt zu essen
hatte. Man musste von dem leben, was man selber anbaute. Süßigkeiten,
zum Beispiel, gab es selten, und Bildung war ein Luxus. In der heutigen
Zeit können wir uns dies kaum noch vorstellen. Ich habe nun per se
nichts gegen reiche Leute, aber oftmals wird maßlos übertrieben.
Millionenteure Autos, diamantenbesetze Brautkleider, mit 18-karätigem
Gold überzogene Wasserhähne - muss so etwas sein? – Extrembeispiele,
sicher, aber ich glaube, unser größtes Problem ist, dass wir die
Relationen völlig verloren haben. In der Bibel hat Reichtum eine ganz
andere Bedeutung. Im Monatsspruch macht Gott das Land, den Ackerboden,
reich, damit er eine gute Ernte liefert. Der Beter dieses Psalms weiß,
dass eben doch nicht alles von eigener Leistung abhängt, sondern vom
Segen Gottes. Im Gebet wird anerkannt, dass Gott es ist, der Menschen
versorgt und erwählt, der es regnen lässt und das Auskommen sichert. Der
Unterschied zwischen damals und heute ist, dass der Mensch, der den
Psalm betet, Dankbarkeit empfindet. Von seinem Glauben her weiß er, dass
eben nicht alles selbstverständlich ist. – Im Oktober feiern wir gleich
zweimal Erntedank, das deutsche und das kanadische. Wir versuchen
dadurch an die biblischen Grundlagen und einen Lebensstil vergangener
Tage anzuknüpfen und eine Perspektive, die wir verloren haben,
wiederzugewinnen. Wir haben gemerkt, dass uns Geld nicht zufrieden und
Überfluss nicht satt macht. Der Hunger nach Sinn und Liebe ist nicht mit
dem Reichtum, wie wir ihn definieren, zu stillen. Durch den Glauben
entdecken wir erneut die Liebe Gottes. Wir werden uns bewusst, wie gut
Gott für uns sorgt, und empfinden hoffentlich auch Dankbarkeit ihm
gegenüber. In der Gemeinschaft mit Gott werden wir auch herausfinden,
dass wir mit wenigem zufrieden sein können und dass nicht das materielle
zählt, sondern die Geborgenheit, die er jedem Menschen schenkt. Wir
werden merken, dass wir reicher sind, als wir immer dachten, nicht weil
wir uns viel leisten können, sondern weil wir gesegnet sind.
Mit den besten Wünschen für den Monat Oktober verbleibt mit liebem Gruß,
Ihr Pastor Stefan Wolf
Rückblick auf den Erntedankgottesdienst
am 1. Oktober!
In einer festlich geschmückten und voll
besetzten Kirche haben wir am 1. Oktober 2006 unseren gemeinsamen
Erntedankgottesdienst gefeiert. In diesem Rahmen haben wir dem Komitee
gedankt, das das Buch über „50 Jahre Martin Luther Kirche“
zusammengestellt hat. Ebenso dankten wir Herrn Otto Karthaus, der einen
Gedichtband geschrieben und 150 Exemplare der Gemeinde geschenkt hat.
Dieses Heftchen wird jedem, der ein Buch kauft, kostenlos dazugegeben.
Ergreifend war der Besuch von Amanda, der jungen Frau, die durch eine
Gehirnblutung und einen Schlaganfall etliche Wochen ans Bett gefesselt
war und die von unserer Gemeinde finanziell unterstützt wurde. Sie war
gekommen, um sich persönlich für die Gaben, die Gebete und die
Anteilnahme der Gemeindemitglieder zu bedanken. Allerdings konnte sie
selbst die vorbereitete Ansprache nicht vortragen, weil sie vor lauter
Rührung in Tränen ausbrach. Pastor Wolf übernahm das Verlesen ihrer
Dankesrede. – Nach dem Gottesdienst wurde das lang ersehnte Buch zum
Verkauf angeboten und zu Mittag gegessen. Sam und Nicky Lades sorgten
für ein leckeres Menü, Herr Wiegers hat den Kuchen gestiftet. Wir danken
den Damen und Frau Weigelin für die Mithilfe in der Küche. Wieder einmal
blicken wir dankbar auf ein schönes Erntedankfest zurück.
Buchverkauf hat begonnen!
Das
Buch „50 Jahre Martin Luther Kirche“ wird ab sofort nach den
Gottesdiensten verkauft. Es ist farbig, informativ und umfasst 128
Seiten. Die Ereignisse der Jahre 1955 bis 2005 sind übersichtlich und
anschaulich dargestellt. Es präsentiert Doku-mente und Fotos, die einen
Einblick in die Ereignisse der Geschichte der Gemeinde geben. Der Text
ist auf Deutsch und Englisch. Der Verkaufspreis be-trägt $ 40, inklusive
eines wertvollen Lese-zeichens mit dem Embleme der Kirche und einem
Hinweis auf das 50. Jubiläum. Verpassen Sie nicht Ihre Chance, ein
ansehnliches Erinnerungsstück zu erwerben. Es geht nur so lange, wie der
Vorrat reicht. Wir bitten in dem Zusammenhang auch um Spenden, da der
Gesamtherstellungspreis des Buches und des Lesezeichens $ 54.28
betragen. Eine Spende für einen Druckkostenzuschuss würde uns sehr
freuen. Falls Sie sich daran beteiligen möchten, vermerken Sie den
Betrag auf Ihrem Spendenumschlag.
Ein groβes
Dankeschön
an den Posaunenchor aus Deutschland und deren Gastgeber
Der
Posaunenchor aus Deutschland hat uns wirklich hochklassige Bläsermusik
geboten. Besonders beeindruckend war das Konzert in unserer Kirche. Der
Posaunenchor hat neben einem Querschnitt ihres Repertoires das Stück
„Wie ein Fest nach langer Trauer“ gespielt, auf das sich auch die
Predigt bezog. Weitere Konzerte haben in der Mimico Baptist Church, der
Ersten Lutherischen Kirche, sowie am Freitagabend in einem eher
gemütlichen Rahmen auf der Farm von Peter und Anna Lisa Wienecke
stattgefunden. Den zwölf Bläserinnen und Bläsern aus Bremen und
Nordrhein-Westafeln, sei noch einmal herzlich dafür gedankt, dass sie
die weite Reise auf sich genommen haben. Ein großes Dankeschön auch an
die gastgebenden Familien, insbesondere Daina und Ernie und Anna Lisa
und Peter Wienecke, und einigen Nachbarn, die so freundlich waren, die
Musiker zu beherbergen.
CD mit Posaunenchören
Als
ein Dankeschön der Bläser haben wir eine CD bekommen, die einen guten
Überblick über die Kirchenmusik deutscher Posaunenchöre bietet. Es sind
27 Titel auf der CD, die ab sofort für $ 5 pro Stück in der Kirche zu
haben ist.
Pastor Reichel und Frau Gertrud auf Stippvisite
Pastor
Reichel und seine Frau Gertrud haben uns auf der Durchreise von Edmonton
nach Atlanta kurz besucht. Es war schön, sie wieder zu sehen. Die
Situation im Kindergarten der Gemeinde in Brasilien ist inzwischen so,
dass es öffentliche Zuschüsse gibt und einige Kindergärtnerinnen
eingestellt werden konnten. An der Kirche ist ein Anbau entstanden, der
aber aufgrund von Geldmangel noch nicht fertig gestellt ist. Die Räume
sollen der Sonntagsschule dienen. Die Lage ist insbesondere in Guarulhos
schwierig. Gefängnisrevolten und organisiertes Verbrechen sind extrem
schlimm. 52 Busse wurden kürzlich bei Unruhen angesteckt. Immer wieder
hört man Schüsse rivalisierender Gruppen. Man fragt man sich, wie jemand
unter diesen Bedingungen dort ruhig leben und arbeiten kann. - Aus
Anlass des Besuches haben wir Spendengelder unserer Gemeinde in Höhe von
fast $ 2.500, die für Brasilien eingegangen waren, weiterleiten können.
Kein Zweifel Pastor Reichel und seiner Gemeinde leisten eine großartige
Arbeit. Es gibt enorm viel zu tun. Die Möglichkeiten, Menschen zu
helfen, sind schier grenzenlos. Schön, dass wir durch unsere Spenden
dazu einen wichtigen und sinnvollen Beitrag leisten können.
Wer kümmert
sich um die Blumen
für den Altar?
Wir suchen immer noch händeringend nach
jemandem, der sich um den Blumenschmuck für den Altar kümmert.
Inzwischen haben wir eine Liste, auf der man sich für Blumenspenden
eintragen kann. Dennoch fehlt uns jemand, der die Anschaffung oder das
Bringen der Blumen koordiniert. Wäre das nichts für SIE?
Fahrt zum
Shaw Festival
Diejenigen, die eine Karte für
den Theaterbesuch am 21. Oktober 2006 haben, treffen sich um 10:20 Uhr an dem
Beer Store gegenüber dem Parkplatz der U-Bahn Station an der Bloor
Street und Islington Ave. Bitte bringen Sie ihr eigenes Mittagessen mit.
Auf dem Hinweg wird ein Weingut angefahren. Die Theatervorstellung
dauert bis 16.20 Uhr. Hans Vetter nimmt an, dass der Bus gegen 19.00
Uhr wieder am Ausgangspunkt ankommt. Bitte beachten Sie auch den Aushang
in der Kirche!
Hilfe beim Kaffeekochen gesucht
Wir suchen Hilfe für das Kaffeekochen nach
dem Gottesdienst. Bitte melden Sie sich in der Kirche (Telefon
416-251-8293).
Ausflug des
Seniorenkreises
Derzeit plant der Seniorenkreis für den
26. Oktober einen Ausflug zum Farmer’s Market nach St. Jacobs. Es soll
um 9:30 Uhr an der Kirche losgehen. Näheres entnehmen Sie bitte den
Abkündigungen.
Wir
tauften...
Evan Alfred Grammenz
Habe
ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte
dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.
(Josua 1, 9)
Es
heirateten
Marcia Dick und Jason Stephens
Es
bleiben aber Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die
größte unter ihnen.
1. Korintherbrief 13,
13
Das letzte Wort
Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist die
Dankbarkeit.
(aus Persien)