Martin Luther Evangelical Lutheran Church
2379 Lake Shore Blvd West, Toronto, Ontario, Canada M8V 1B7
Office Tel.: (416) 251-8293 Fax: (416) 259-2889 Email: churchoffice@martinluther.ca
 Pastor Alexander Mielke Cell: 416 - 567-2487 alexander.mielke@rogers.com

A bilingual Christian congregation (German and English) in the west end of Toronto.
Eine zweisprachige Evangelische Gemeinde (Deutsch und Englisch) im Westen Torontos.

 

GEMEINDEBRIEF Oktober 2006 [PDF]

Letzte Aktualizierung:   11 July 2007                50. Jahrgang                                               Oktober 2006

Radioandacht auf Deutsch
jeden Sonntag, 09:30  Radio Ciao AM 530, Toronto's multicultrual radio station. Jede Spende für das Programm ist willkommen. Bitte vermerken Sie auf
ihrem Spendenumschlag den Hinweis: "Für Radioandacht".

 

Andacht zum Monatspruch in Oktober 2006

Du sorgst für das Land und tränkst es; du überschüttest es mit Reichtum.
Psalm 65, 10

Liebe Mitglieder und Freunde der Martin Luther Kirche,
Im Überfluss zu leben, wer wünscht sich das nicht?! Ich kenne kaum jemanden heutzutage, der nicht reich sein möchte. Menschen, die in einer so materialistischen Gesellschaft aufwachsen wie wir, sind schon als Kinder darauf gepolt, dass reich sein, d a s Lebensziel ist. - Als wir neulich in einem dieser nachgebauten Pionierdörfer waren, wurde uns noch einmal klar, wie vieles noch vor 100 Jahren Mangelware gewesen ist. Da konnte man froh sein, wenn man satt zu essen hatte. Man musste von dem leben, was man selber anbaute. Süßigkeiten, zum Beispiel, gab es selten, und Bildung war ein Luxus. In der heutigen Zeit  können wir uns dies kaum noch vorstellen. Ich habe nun per se nichts gegen reiche Leute, aber oftmals wird maßlos übertrieben. Millionenteure Autos, diamantenbesetze Brautkleider, mit 18-karätigem Gold überzogene Wasserhähne - muss so etwas sein? – Extrembeispiele, sicher, aber ich glaube, unser größtes Problem ist, dass wir die Relationen völlig verloren haben. In der Bibel hat Reichtum eine ganz andere Bedeutung. Im Monatsspruch macht Gott das Land, den Ackerboden, reich, damit er eine gute Ernte liefert. Der Beter dieses Psalms weiß, dass eben doch nicht alles von eigener Leistung abhängt, sondern vom Segen Gottes. Im Gebet wird anerkannt, dass Gott es ist, der Menschen versorgt und erwählt, der es regnen lässt und das Auskommen sichert. Der Unterschied zwischen damals und heute ist, dass der Mensch, der den Psalm betet, Dankbarkeit empfindet. Von seinem Glauben her weiß er, dass eben nicht alles selbstverständlich ist. – Im Oktober feiern wir gleich zweimal Erntedank, das deutsche und das kanadische. Wir versuchen dadurch an die biblischen Grundlagen und einen Lebensstil vergangener Tage anzuknüpfen und eine Perspektive, die wir verloren haben, wiederzugewinnen. Wir haben gemerkt, dass uns Geld nicht zufrieden und Überfluss nicht satt macht. Der Hunger nach Sinn und Liebe ist nicht mit dem Reichtum, wie wir ihn definieren, zu stillen. Durch den Glauben entdecken wir erneut die Liebe Gottes. Wir werden uns bewusst, wie gut Gott für uns sorgt, und empfinden hoffentlich auch Dankbarkeit ihm gegenüber. In der Gemeinschaft mit Gott werden wir auch herausfinden, dass wir mit wenigem zufrieden sein können und dass nicht das materielle zählt, sondern die Geborgenheit, die er jedem Menschen schenkt. Wir werden merken, dass wir reicher sind, als wir immer dachten, nicht weil wir uns viel leisten können, sondern weil wir gesegnet sind.
Mit den besten Wünschen für den Monat Oktober verbleibt mit liebem Gruß, Ihr Pastor
Stefan Wolf
 

Rückblick auf den Erntedankgottesdienst am 1. Oktober!
In einer festlich geschmückten und voll besetzten Kirche haben wir am 1. Oktober 2006 unseren gemeinsamen Erntedankgottesdienst gefeiert. In diesem Rahmen haben wir dem Komitee gedankt, das das Buch über „50 Jahre Martin Luther Kirche“ zusammengestellt hat. Ebenso dankten wir Herrn Otto Karthaus, der einen Gedichtband geschrieben und 150 Exemplare der Gemeinde geschenkt hat. Dieses Heftchen wird jedem, der ein Buch kauft, kostenlos dazugegeben. Ergreifend war der Besuch von Amanda, der jungen Frau, die durch eine Gehirnblutung und einen Schlaganfall etliche Wochen ans Bett gefesselt war und die von unserer Gemeinde finanziell unterstützt wurde. Sie war gekommen, um sich persönlich für die Gaben, die Gebete und die Anteilnahme der Gemeindemitglieder zu bedanken. Allerdings konnte sie selbst die vorbereitete Ansprache nicht vortragen, weil sie vor lauter Rührung in Tränen ausbrach. Pastor Wolf übernahm das Verlesen ihrer Dankesrede. – Nach dem Gottesdienst wurde das lang ersehnte Buch zum Verkauf angeboten und zu Mittag gegessen. Sam und Nicky Lades sorgten für ein leckeres Menü, Herr Wiegers hat den Kuchen gestiftet. Wir danken den Damen und Frau Weigelin für die Mithilfe in der Küche. Wieder einmal blicken wir dankbar auf ein schönes Erntedankfest zurück.

Buchverkauf hat begonnen!
Das Buch „50 Jahre Martin Luther Kirche“ wird ab sofort nach den Gottesdiensten verkauft. Es ist farbig, informativ und umfasst 128 Seiten. Die Ereignisse der Jahre 1955 bis 2005 sind übersichtlich und anschaulich dargestellt. Es präsentiert Doku-mente und Fotos, die einen Einblick in die Ereignisse der Geschichte der Gemeinde geben. Der Text ist auf Deutsch und Englisch. Der Verkaufspreis be-trägt $ 40, inklusive eines wertvollen Lese-zeichens mit dem Embleme der Kirche und einem Hinweis auf das 50. Jubiläum. Verpassen Sie nicht Ihre Chance, ein ansehnliches Erinnerungsstück zu erwerben. Es geht nur so lange, wie der Vorrat reicht. Wir bitten in dem Zusammenhang auch um Spenden, da der Gesamtherstellungspreis des Buches und des Lesezeichens $ 54.28 betragen. Eine Spende für einen Druckkostenzuschuss würde uns sehr freuen. Falls Sie sich daran beteiligen möchten, vermerken Sie den Betrag auf Ihrem Spendenumschlag.

Ein groβes Dankeschön an den Posaunenchor aus Deutschland und deren Gastgeber
Der Posaunenchor aus Deutschland hat uns wirklich hochklassige Bläsermusik geboten. Besonders beeindruckend war das Konzert in unserer Kirche. Der Posaunenchor hat neben einem Querschnitt ihres Repertoires das Stück „Wie ein Fest nach langer Trauer“ gespielt, auf das sich auch die Predigt bezog. Weitere Konzerte haben in der Mimico Baptist Church, der Ersten Lutherischen Kirche, sowie am Freitagabend in einem eher gemütlichen Rahmen auf der Farm von Peter und Anna Lisa Wienecke stattgefunden. Den zwölf Bläserinnen und Bläsern aus Bremen und Nordrhein-Westafeln, sei noch einmal herzlich dafür gedankt, dass sie die weite Reise auf sich genommen haben. Ein großes Dankeschön auch an die gastgebenden Familien, insbesondere Daina und Ernie und Anna Lisa und Peter Wienecke, und einigen Nachbarn, die so freundlich waren, die Musiker zu beherbergen.

CD mit Posaunenchören
Als ein Dankeschön der Bläser haben wir eine CD bekommen, die einen guten Überblick über die Kirchenmusik deutscher Posaunenchöre bietet. Es sind 27 Titel auf der CD, die ab sofort für $ 5 pro Stück in der Kirche zu haben ist.

Pastor Reichel und Frau Gertrud auf Stippvisite
Pastor Reichel und seine Frau Gertrud haben uns auf der Durchreise von Edmonton nach Atlanta kurz besucht. Es war schön, sie wieder zu sehen. Die Situation im Kindergarten der Gemeinde in Brasilien ist inzwischen so, dass es öffentliche Zuschüsse gibt und einige Kindergärtnerinnen eingestellt werden konnten. An der Kirche ist ein Anbau entstanden, der aber aufgrund von Geldmangel noch nicht fertig gestellt ist. Die Räume sollen der Sonntagsschule dienen. Die Lage ist insbesondere in Guarulhos schwierig. Gefängnisrevolten und organisiertes Verbrechen sind extrem schlimm. 52 Busse wurden kürzlich bei Unruhen angesteckt. Immer wieder hört man Schüsse rivalisierender Gruppen. Man fragt man sich, wie jemand unter diesen Bedingungen dort ruhig leben und arbeiten kann. - Aus Anlass des Besuches haben wir Spendengelder unserer Gemeinde in Höhe von fast $ 2.500, die für Brasilien eingegangen waren, weiterleiten können. Kein Zweifel Pastor Reichel und seiner Gemeinde leisten eine großartige Arbeit. Es gibt enorm viel zu tun. Die Möglichkeiten, Menschen zu helfen, sind schier grenzenlos. Schön, dass wir durch unsere Spenden dazu einen wichtigen und sinnvollen Beitrag leisten können.

Wer kümmert sich um die Blumen für den Altar?
Wir suchen immer noch händeringend nach jemandem, der sich um den Blumenschmuck für den Altar kümmert. Inzwischen haben wir eine Liste, auf der man sich für Blumenspenden eintragen kann. Dennoch fehlt uns jemand, der die Anschaffung oder das Bringen der Blumen koordiniert. Wäre das nichts für SIE?

Fahrt zum Shaw Festival
Diejenigen, die eine Karte für den Theaterbesuch am 21. Oktober 2006 haben, treffen sich um 10:20 Uhr an dem Beer Store gegenüber dem Parkplatz der U-Bahn Station an der Bloor Street und Islington Ave. Bitte bringen Sie ihr eigenes Mittagessen mit. Auf dem Hinweg wird ein Weingut angefahren. Die Theatervorstellung dauert bis 16.20 Uhr. Hans Vetter nimmt an, dass der Bus gegen     19.00 Uhr wieder am Ausgangspunkt ankommt. Bitte beachten Sie auch den Aushang in der Kirche!

Hilfe beim Kaffeekochen gesucht
Wir suchen Hilfe für das Kaffeekochen nach dem Gottesdienst. Bitte melden Sie sich in der Kirche (Telefon 416-251-8293).

Ausflug des Seniorenkreises
Derzeit plant der Seniorenkreis für den 26. Oktober einen Ausflug zum Farmer’s Market nach St. Jacobs. Es soll um 9:30 Uhr an der Kirche losgehen. Näheres entnehmen Sie bitte den Abkündigungen.

Wir tauften...

Evan Alfred Grammenz

 Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.
(Josua 1, 9)

Es heirateten

Marcia Dick und Jason Stephens

 Es bleiben aber Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1. Korintherbrief 13, 13

Das letzte Wort

Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist die Dankbarkeit.
(aus Persien)

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