Martin Luther Evangelical Lutheran Church
2379 Lake Shore Blvd West, Toronto, Ontario, Canada M8V 1B7
Office Tel.: (416) 251-8293 Fax: (416) 259-2889 Email: churchoffice@martinluther.ca
 Pastor Alexander Mielke Cell: 416 - 567-2487 alexander.mielke@rogers.com

A bilingual Christian congregation (German and English) in the west end of Toronto.
Eine zweisprachige Evangelische Gemeinde (Deutsch und Englisch) im Westen Torontos.

 

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GEMEINDEBRIEF Februar 2007 [PDF]

Letzte Aktualizierung:   11 February 2008                51. Jahrgang                                               Februar 2007

Kalendar für Februar 2007 [PDF]

Radioandacht auf Deutsch
jeden Sonntag, 09:30  Radio Ciao AM 530, Toronto's multicultrual radio station. Jede Spende für das Programm ist willkommen. Bitte vermerken Sie auf
ihrem Spendenumschlag den Hinweis: "Für Radioandacht".

 

Andacht zum Monatspruch in Februar 2007

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unserem Herrn.
Römerbrief 5, 1

Liebe Mitglieder und Freunde der Martin Luther Kirche,
Wenn es etwas gibt, was den lutherischen Glauben ausmacht, dann ist es dies: Gerecht gemacht aus Glauben. Darum geht es in diesem Monatsspruch aus dem Römerbrief. Das schreibt Paulus, und das ist sein Thema. Doch was heißt „gerecht“? Es geht dabei nicht um etwas, was wir herbeiführen können. Es geht um etwas, was Gott tut. Er macht uns gerecht. Dieses Gerechtmachen durch Gott nennt man auch „Rechtfertigung“. Als Menschen sind wir „allzumal Sünder“, sagt Paulus. Wir können uns deshalb nicht gerecht machen, sondern nur gerecht glauben. Martin Luther hat einmal gesagt: „Im gewöhnlichen Leben nennt man Gerechtigkeit die Tugend, die jedem gibt, was sein ist; in der Schrift ist der Glaube an Jesus Christus die Gerechtigkeit.“ - Das ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt. Gott hat sich in Christus entschlossen, uns zu lieben, egal, wer wir sind und was wir verkehrt machen. Bevor wir irgendetwas getan haben, hat Gott uns schon durch Jesus vergeben. Das gibt es nirgendwo sonst. Oder können Sie sich vorstellen, ihre Bank würde Ihnen bei der Eröffnung ihres Kontos alle Schulden von Vornherein erlassen? Ich glaube, so ein Geldinstitut hätte ernormen Zulauf. - Gott gleicht unser ‚Sündenkonto’ aus. Das von Herzen zu bejahen, ist die Grundlage unseres lutherischen Glaubens. Aber, wissen Sie was? Das ist selbst für viele eingefleischteste Lutheraner gar nicht so einfach. Sie sind skeptisch. „Wo ist der Haken? Gott muss doch eine Gegenleistung fordern! Wir müssen doch wohl als Christen gute Menschen sein!“ – Ja, es ist gut, wenn wir andere lieben, gerecht und Gott treu sind, aber das ist immer erst der zweite Schritt. Gott liebt uns zuerst, ohne unser Zutun. Er macht uns gerecht. Wir haben deshalb Frieden mit Gott – Punkt! Wir brauchen uns auch keine Sorgen mehr machen, dass Gott aufhören könnte, uns zu lieben. Deshalb können wir gelassen und gewiss sein. – Immer wieder fragt mich eine katholische Frau, ob Gott ihrem Mann vergeben hat und er auch wirklich im Himmel ist. Sie hat Sorge, dass er lange im Fegefeuer bleiben muss, bevor seine Seele erlöst wird. Ich merke, was es für einen Unterschied macht, wenn die Gottes Vergebung und die Rechtfertigung des Sünders an erster Stelle im Glauben steht. Da gibt es keine Ungewissheit mehr, kein Fegefeuer, kein Warten auf Erlösung. Wir haben Frieden mit Gott und dürfen auf den Himmel hoffen.
Mit den besten Wünschen für den Monat Februar,
Ihr Pastor
Stefan Wolf

Rückblick auf Advent, Weihnachten und Jahreswechsel
Ein großes Dankeschön an alle, die rund um das Weihnachtsfest bei der Gestaltung der Gottesdienste mitgewirkt haben. Die Kinder und Lehrer der Sonntagsschule hatten wirklich die Weihnachtsgeschichte phantasievoll nacherzählt. Parkplatzwächter statt Hirten, Universitätsprofessoren anstelle der Weisen aus dem Morgenland machten es noch einmal deutlich: Die Weihnachtsgeschichte ist immer noch modern, ihre Botschaft zeitlos – Jesus kommt in diese Welt! Ob groß, ob klein, alle hatten viel Freude an der Geschichte. Es gab so manches, was man an der Geburt Jesu neu entdecken konnte. 25 Mitwirkende, Kulissen, der Stall von Bethlehem, ein Fahrrad ein Taxi und eine „Stretchlimo“ gaben dem ganzen ein professionelles Gesicht. Auch über die technische Unterstützung, die ein reibungsloses Hören der Kinderstimmen möglich machte, haben wir uns sehr gefreut. Die Gottesdienste am Heiligen Abend haben auch alle Erwartungen übertroffen. „Wir haben keine Stühle mehr, die wir aufstellen können!“, hieß es aus Reihen des Kirchenvorstandes, der alle Hände voll zu tun hatte, Programme auszuteilen und die ca. 400 Besucherinnen und Besucher zu setzen. Die festlich mit Strohsternen geschmückten Weihnachtsbäume, die liebevoll dekorierten Fenster (siehe auch Artikel „Engelchen“) , die Kinder, die am Ende mit ihren Laternen einzogen und mit der Gemeinde „Stille Nacht, heilige Nacht sangen“ boten einen festlichen Rahmen. Ein kleiner Kammerchor um Andrea Wienecke hat in beiden Gottesdiensten wunderbar gesungen. Vier Stipendiaten (Tanya Zielke, Marlene Mueller, Nicole Koo Tze Mew und Jan-Lukas Wolf) erhielten ein Geldgeschenk zur Mitfinanzierung ihres Studiums aus dem „Eberhard-Schwantes Educational Fund“, einem Nachlass, der unserem früheren Pastor Eberhard Schwantes gewidmet ist und aus dem Kinder der Gemeinde eine  Starthilfe für ihr Studium erhalten. Dies soll für weitere Schulabsolventen ein Anreiz sein, sich so, wie diese vier Jugendlichen, gemeindlich zu engagieren. – Im Englischen Gottesdienst gab es einen Besucheranstieg um fast zwanzig Prozent. Magnus Hjerpe spielte klassische Gitarre. Der Jahreswechsel war beides, stimmungsvoll und beschwingt. Wir haben einen gut besuchten Abendmahlsgottesdienst zum Jahreswechsel und Jazzmusik am Neujahrstag erlebt

Engelchen
Haben Sie es auch bemerkt? Heimlich, still und leise haben sich von einem Gemeindemitglied liebevoll gebastelte Engelchen zur Fensterdekoration gesellt. Sie sind von den Gottesdienstbesuchern bemerkt und bewundert worden. Vielen Dank für diese reizende Idee!

 

Kirchenvorstandssitzung im Pfarrhaus
Die letzte Kirchenvorstandssitzung des Jahres fand traditionsgemäß im Dezember im Pfarrhaus statt. Trotz vieler wichtiger Punkte auf der Tagesordnung, ließen wir die Sitzung gemütlich ausklingen. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Das ist unser kleines Dankeschön für die viele fleißige Arbeit der Vorstandsmitglieder.

 

 

Gottesdienst und anschließende Filmvorführung
Am Sonntag den 28. Januar laden wir zu einem gemeinsamen Gottesdienst um 11.00 Uhr und einer Filmvorführung ein. Bitte bringen Sie sich etwas zum Mittagessen mit! Der Film heißt „The Straight Story“ und handelt von einem alten Mann der auf einem Sitzrasenmäher losfährt, um seinen kranken Bruder zu besuchen. Die Hauptrolle spielt Richard Farnsworth (‚Matthew’ in ‚Anne of Green Gables’). Ein ruhiger, bewegender Film mit viel Lebensweisheit und leisem, verschmitztem Humor.

Spenden Sie bitte weiter für die Food Bank
Manchmal ist es ganz einfach, zu helfen. Uns ist dies bewusst geworden, als wir Anfang des Monats die gesammelten Lebensmittel bei der Food Bank abgeliefert haben. Die Kisten mit Dosen, Reis, Nudeln und anderen nichtverderblichen Lebensmitteln helfen solchen, die wenig haben. Und für jeden einzelnen von uns ist es keine große Ausgabe, bei dem einen oder anderen Einkauf ein, zwei Dinge extra zu besorgen und zur Kirche mitzubringen. Bitte helfen Sie weiter mit, die Körbe beim Eingang unserer Kirche mit Lebensmitteln zu füllen.

Erwachsenenfreizeit in Camp Edgewood
Von Freitag bis Sonntag, den 9. bis 11. Februar 2007,  findet wieder eine Bibel-Erwachsenenfreizeit in Camp Edgewood statt. Bitte melden Sie sich jetzt dazu an! Wir versuchen Fahrgemeinschaften zu bilden und werden uns, wie gewohnt, am Freitag so gegen 14.00 Uhr in dem Freizeit-Camp der Lutherischen Kirche in der Nähe von Guelph einfinden und uns am Sonntag nach dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes und dem Mittagessen wieder auf den Rückweg begeben. Das Thema lautet in diesem Jahr: „Wir sind Bettler, das ist wahr – oder: Was es bedeutet, Lutheraner zu sein“.

Pastorensuche
Das Bewerbungsverfahren in Deutschland ist in vollem Gang. Wie Sie sicher wissen, haben wir diesmal wieder die Möglichkeit über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) einen Pastor gesandt zu bekommen. Es sind anscheinend etliche Bewerbungen eingegangen. Nach Ende der Bewerbungsfrist am 28.12.2006 sind dann 14 Bewerbungen in die engere Wahl gekommen, von denen nun 7 Bewerber nach und nach zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Die EKD wird uns dann eine Auswahl von zwei bis drei Bewerbungen bis voraussichtlich Ende Februar präsentieren. Diese müssen dann von uns gesichtet und die Kandidaten gegebenenfalls von uns eingeladen werden; das ist noch nicht entscheiden und hängt sicherlich auch von dem Material (Kassetten, Video, schriftliche Unterlagen), die uns zugesandt werden. Wir werden Sie über die Abkündigungen im Gottesdienst auf dem Laufenden halten.

Weltgebetstag am 2. März 2007 in unserer Kirche!
Am 2. März 2007 findet der diesjährige Weltgebetstag in unserer Kirche statt. Dazu sind auch die anderen deutschsprachigen Kirchen herzlich eingeladen. Der Gottesdienst beginnt um 13.00 Uhr! Hier schon einmal ein paar Informationen über das Thema und das Herkunftsland der Weltgebetstagsordnung, Paraguay:

Eine wertvolle, feine Spitze, Ñanduti genannt, bildet das Zentrum des Bildes der paraguayischen Künstlerin María Victoria Servin. Dieses typische paraguayische Kunsthandwerk entstand aus der kreativen Verbindung von indigener und europäischer Kultur. Die verschiedenen Muster entsprechen der reichen Natur Paraguays und sind miteinander durch ein einziges Garn zu einem Ganzen vereint. Die Kreisformen der Ñanduti - Spitze symbolisieren die immerwährende Anwesenheit Gottes. Der Weltgebetstag aus Paraguay führt uns in eher unbekanntes Land im Herzen Lateinamerikas. In der Gottesdienstordnung der Frauen aus Paraguay hören wir von der paradiesischen Schönheit Paraguays, dem Zusammenhalt der Menschen, aber auch von ihren drängenden wirtschaftlichen und sozialen Problemen. 1989 ging die fast 35 Jahre dauernde Militärdiktatur unter Alfredo Stroessner zu Ende. Der politische und gesellschaftliche Umgestaltungsprozess gestaltet sich schwer und langwierig, auch wegen der überall vorherrschenden Korruption. Die Armut unter der Mehrheit der Bevölkerung wächst; Folgen sind Landflucht, Migration und Kinderarbeit. In dieser Situation erinnert uns der Lesungstext in der Gottesdienstordnung mit der Verheißung an Sara (1. Mose 18,1-15), dass wir auf Gottes Zusage auch in scheinbar hoffnungslosen Situationen vertrauen können und dass für Gott nichts unmöglich ist. Dann entfaltet ein Text aus dem Epheserbrief (Kap. 4,1-16) unsere verschiedenen Berufungen, Aufgaben und Fähigkeiten, mit denen wir diese Welt zum Besseren gestalten können. Getragen und bewegt werden wir in diesem Gottesdienst auch von den wunderschönen Liedern aus Paraguay und der kraftvollen Musik dieses Landes. Frauen aus zehn verschiedenen Konfessionen bilden das Paraguayische Weltgebetstagskomitee und geben mit ihrer lebendigen Ökumene ein ermutigendes Beispiel. Das Thema lautet: „Unter Gottes Zelt vereint“. Da werden reiche Assoziationen von Gottes Fürsorge, Schutz und Verheißungen lebendig. Was heißt es als Menschen, als Menschheit in all unserer bunten und auch konfliktreichen Verschiedenheit unter Gottes Himmelszeit vereint zu sein, ein lebendiger „Körper“ zu sein, der „christliche Gemeinschaft“ heißt, „Weltkirche“, „Gotteskinder“?

Bitte Melden!
Wir brauchen Mithilfe für das Kaffeekochen am Sonntag.  Bitte bei Frau Scholz melden: 905-625-0548.
Brauchen Sie eine Fahrgelegenheit zu Veranstaltungen und Gottesdiensten? Rufen Sie uns an! Telefon: 416-251-8293.

Jahreshauptversammlung
Die Jahreshauptversammlung unserer Gemeinde wird am letzten Sonntag im Februar, den 25.02., im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst stattfinden. Die Berichte sind eine Woche vorher in der Kirche in Deutsch und Englisch erhältlich.

Hausmeister gefunden!
Die Suche hat ein Ende: Herr Ali Giladies wird unser neuer Hausmeister und wird in der Wohnung über dem Kindergarten wohnen. Wir werden ihn im nächsten Gemeindebrief vorstellen.

Es wurde getauft...

Renée Iris Clutterbuck
Kayla Rae Clutterbuck

 Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8, 12

Es verstarben...

Karl Alfred Meyer-Bothling
Ursula Das
Bruno Frost

 Du bist mein.
Jesaja 43, 1

Dankeschön

Es war, wie jedes Jahr, unglaublich wie viele Weihnachts- und Neujahrswünsche bei uns im Pfarrhaus eintrafen. So manche kamen mit Begleitung eines Geschenkes. Als Familie möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen dafür bedanken. Die gemeinsame Zeit, die wir beim lesen, auspacken und bewundern der jeweiligen Gaben hatten, haben wir sehr genossen. Schauen Sie doch einmal genau hin – können Sie ihre Karte entdecken?

Das letzte Wort

Ein jeder handle so, als wollte Gott eine große Tat durch ihn vollbringen.
(Martin Luther)

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