Andacht zum Monatspruch in
Februar 2007
Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir
Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unserem Herrn.
Römerbrief 5, 1
Liebe Mitglieder und Freunde der Martin Luther Kirche,
Wenn es etwas gibt, was den
lutherischen Glauben ausmacht, dann ist es dies: Gerecht gemacht aus
Glauben. Darum geht es in diesem Monatsspruch aus dem Römerbrief. Das
schreibt Paulus, und das ist sein Thema. Doch was heißt „gerecht“? Es
geht dabei nicht um etwas, was wir herbeiführen können. Es geht um
etwas, was Gott tut. Er macht uns gerecht. Dieses Gerechtmachen
durch Gott nennt man auch „Rechtfertigung“. Als Menschen sind wir
„allzumal Sünder“, sagt Paulus. Wir können uns deshalb nicht gerecht
machen, sondern nur gerecht glauben. Martin Luther hat einmal
gesagt: „Im gewöhnlichen Leben nennt man Gerechtigkeit die Tugend, die
jedem gibt, was sein ist; in der Schrift ist der Glaube an Jesus
Christus die Gerechtigkeit.“ - Das ist gar nicht so kompliziert, wie es
kling
t. Gott hat sich in Christus
entschlossen, uns zu lieben, egal, wer wir sind und was wir verkehrt
machen. Bevor wir irgendetwas getan haben, hat Gott uns schon durch
Jesus vergeben. Das gibt es nirgendwo sonst. Oder können Sie sich
vorstellen, ihre Bank würde Ihnen bei der Eröffnung ihres Kontos alle
Schulden von Vornherein erlassen? Ich glaube, so ein Geldinstitut hätte
ernormen Zulauf. - Gott gleicht unser ‚Sündenkonto’ aus. Das von Herzen
zu bejahen, ist die Grundlage unseres lutherischen Glaubens. Aber,
wissen Sie was? Das ist selbst für viele eingefleischteste Lutheraner
gar nicht so einfach. Sie sind skeptisch. „Wo ist der Haken? Gott muss
doch eine Gegenleistung fordern! Wir müssen doch wohl als Christen gute
Menschen sein!“ – Ja, es ist gut, wenn wir andere lieben, gerecht und
Gott treu sind, aber das ist immer erst der zweite Schritt. Gott liebt
uns zuerst, ohne unser Zutun. Er macht uns gerecht. Wir haben deshalb
Frieden mit Gott – Punkt! Wir brauchen uns auch keine Sorgen mehr
machen, dass Gott aufhören könnte, uns zu lieben. Deshalb können wir
gelassen und gewiss sein. – Immer wieder fragt mich eine katholische
Frau, ob Gott ihrem Mann vergeben hat und er auch wirklich im Himmel
ist. Sie hat Sorge, dass er lange im Fegefeuer bleiben muss, bevor seine
Seele erlöst wird. Ich merke, was es für einen Unterschied macht, wenn
die Gottes Vergebung und die Rechtfertigung des Sünders an erster Stelle
im Glauben steht. Da gibt es keine Ungewissheit mehr, kein Fegefeuer,
kein Warten auf Erlösung. Wir haben Frieden mit Gott und dürfen auf den
Himmel hoffen.
Mit den besten Wünschen für den Monat Februar,
Ihr Pastor Stefan Wolf
Rückblick auf Advent, Weihnachten und Jahreswechsel
Ein
großes Dankeschön an alle, die rund um das Weihnachtsfest bei der
Gestaltung der Gottesdienste mitgewirkt haben. Die Kinder und Lehrer der
Sonntagsschule hatten wirklich die Weihnachtsgeschichte phantasievoll
nacherzählt. Parkplatzwächter statt Hirten, Universitätsprofessoren
anstelle der Weisen aus dem Morgenland machten es noch einmal deutlich:
Die Weihnachtsgeschichte ist immer noch modern, ihre Botschaft zeitlos –
Jesus kommt in diese Welt! Ob groß, ob klein, alle hatten viel Freude an
der Geschichte. Es gab so manches, was man an der Geburt Jesu neu
entdecken konnte. 25 Mitwirkende, Kulissen, der Stall von Bethlehem, ein
Fahrrad ein Taxi und eine „Stretchlimo“ gaben dem ganzen ein
professionelles Gesicht. Auch über die technische Unterstützung, die ein
reibungsloses Hören der Kinderstimmen möglich machte, haben wir uns sehr
gefreut. Die Gottesdienste am Heiligen Abend haben auch alle Erwartungen
übertroffen. „Wir haben keine Stühle mehr, die wir aufstellen können!“,
hieß es aus Reihen des Kirchenvorstandes, der alle Hände voll zu tun
hatte, Programme auszuteilen und die ca. 400 Bes
ucherinnen und Besucher
zu setzen. Die festlich mit Strohsternen geschmückten Weihnachtsbäume,
die liebevoll dekorierten Fenster (siehe auch Artikel „Engelchen“) , die
Kinder, die am Ende mit ihren Laternen einzogen und mit der Gemeinde
„Stille Nacht, heilige Nacht sangen“ boten einen festlichen Rahmen. Ein
kleiner Kammerchor um Andrea Wienecke hat in beiden Gottesdiensten
wunderbar gesungen. Vier Stipendiaten (Tanya Zielke, Marlene
Mueller, Nicole Koo Tze Mew und Jan-Lukas Wolf) erhielten ein
Geldgeschenk zur Mitfinanzierung ihres Studiums aus dem
„Eberhard-Schwantes Educational Fund“, einem Nachlass, der unserem
früheren Pastor Eberhard Schwantes gewidmet ist und aus dem Kinder der
Gemeinde eine Starthilfe für ihr Studium erhalten. Dies soll für
weitere Schulabsolventen ein Anreiz sein, sich so, wie diese vier
Jugendlichen, gemeindlich zu engagieren. – Im Englischen Gottesdienst
gab es einen
Besucheranstieg um fast zwanzig Prozent. Magnus Hjerpe spielte
klassische Gitarre. Der Jahreswechsel war
beides, stimmungsvoll und beschwingt. Wir haben einen gut besuchten
Abendmahlsgottesdienst zum Jahreswechsel und Jazzmusik am Neujahrstag
erlebt
Engelchen
Haben
Sie es auch bemerkt? Heimlich, still und leise haben sich von einem
Gemeindemitglied liebevoll gebastelte Engelchen zur Fensterdekoration
gesellt. Sie sind von den Gottesdienstbesuchern bemerkt und bewundert
worden. Vielen Dank für diese reizende Idee!
Kirchenvorstandssitzung im Pfarrhaus
Die
letzte Kirchenvorstandssitzung des Jahres fand traditionsgemäß im
Dezember im Pfarrhaus statt. Trotz vieler wichtiger Punkte auf der
Tagesordnung, ließen wir die Sitzung gemütlich ausklingen. Auch für das
leibliche Wohl wurde gesorgt. Das ist unser kleines Dankeschön für die
viele fleißige Arbeit der Vorstandsmitglieder.
Gottesdienst und anschließende Filmvorführung
Am
Sonntag den 28. Januar laden wir zu einem gemeinsamen Gottesdienst um 11.00 Uhr und
einer Filmvorführung ein. Bitte bringen Sie sich etwas zum Mittagessen
mit! Der Film heißt „The Straight Story“ und handelt von einem alten
Mann der auf einem Sitzrasenmäher losfährt, um seinen kranken Bruder zu
besuchen. Die Hauptrolle spielt Richard Farnsworth (‚Matthew’ in ‚Anne
of Green Gables’). Ein ruhiger, bewegender Film mit viel Lebensweisheit
und leisem, verschmitztem Humor.
Spenden Sie bitte weiter für die Food Bank
Manchmal
ist es ganz einfach, zu helfen. Uns ist dies bewusst geworden, als wir
Anfang des Monats die gesammelten Lebensmittel bei der Food Bank
abgeliefert haben. Die Kisten mit Dosen, Reis, Nudeln und anderen
nichtverderblichen Lebensmitteln helfen solchen, die wenig haben. Und
für jeden einzelnen von uns ist es keine große Ausgabe, bei dem einen
oder anderen Einkauf ein, zwei Dinge extra zu besorgen und zur Kirche
mitzubringen. Bitte helfen Sie weiter mit, die Körbe beim Eingang
unserer Kirche mit Lebensmitteln zu füllen.
Erwachsenenfreizeit in Camp Edgewood
Von Freitag
bis Sonntag, den 9. bis 11. Februar 2007, findet wieder eine
Bibel-Erwachsenenfreizeit in Camp Edgewood statt. Bitte melden
Sie sich jetzt dazu an! Wir versuchen Fahrgemeinschaften zu bilden
und werden uns, wie gewohnt, am Freitag so gegen 14.00 Uhr in dem
Freizeit-Camp der Lutherischen Kirche in der Nähe von Guelph einfinden
und uns am Sonntag nach dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes und
dem Mittagessen wieder auf den Rückweg begeben. Das Thema lautet in
diesem Jahr: „Wir sind Bettler, das ist wahr –
oder: Was es bedeutet, Lutheraner zu sein“.
Pastorensuche
Das Bewerbungsverfahren
in Deutschland ist in vollem Gang. Wie Sie sicher wissen, haben wir
diesmal wieder die Möglichkeit über die Evangelische Kirche in
Deutschland (EKD) einen Pastor gesandt zu bekommen. Es sind anscheinend
etliche Bewerbungen eingegangen. Nach Ende der Bewerbungsfrist am
28.12.2006 sind dann 14 Bewerbungen in die engere Wahl gekommen, von
denen nun 7 Bewerber nach und nach zu Vorstellungsgesprächen eingeladen
werden. Die EKD wird uns dann eine Auswahl von zwei bis drei Bewerbungen
bis voraussichtlich Ende Februar präsentieren. Diese müssen dann von uns
gesichtet und die Kandidaten gegebenenfalls von uns eingeladen werden;
das ist noch nicht entscheiden und hängt sicherlich auch von dem
Material (Kassetten, Video, schriftliche Unterlagen), die uns zugesandt
werden. Wir werden Sie über die Abkündigungen im Gottesdienst auf dem
Laufenden halten.
Weltgebetstag am 2. März 2007 in unserer Kirche!
Am
2. März 2007 findet der diesjährige Weltgebetstag in unserer Kirche statt.
Dazu sind auch die anderen deutschsprachigen Kirchen herzlich
eingeladen. Der Gottesdienst beginnt um 13.00 Uhr! Hier schon einmal ein
paar Informationen über das Thema und das Herkunftsland der
Weltgebetstagsordnung, Paraguay:
Eine wertvolle, feine
Spitze, Ñanduti genannt, bildet das Zentrum des Bildes der
paraguayischen Künstlerin María Victoria Servin. Dieses typische
paraguayische Kunsthandwerk entstand aus der kreativen Verbindung von
indigener und europäischer Kultur. Die verschiedenen Muster entsprechen
der reichen Natur Paraguays und sind miteinander durch ein einziges Garn
zu einem Ganzen vereint. Die Kreisformen der Ñanduti - Spitze
symbolisieren die immerwährende Anwesenheit Gottes. Der Weltgebetstag
aus Paraguay führt uns in eher unbekanntes Land im Herzen
Lateinamerikas. In der Gottesdienstordnung der Frauen aus Paraguay hören
wir von der paradiesischen Schönheit Paraguays, dem Zusammenhalt der
Menschen, aber auch von ihren drängenden wirtschaftlichen und sozialen
Problemen. 1989 ging die fast 35 Jahre dauernde Militärdiktatur unter
Alfredo Stroessner zu Ende. Der politische und gesellschaftliche
Umgestaltungsprozess gestaltet sich schwer und langwierig, auch wegen
der überall vorherrschenden Korruption. Die Armut unter der Mehrheit der
Bevölkerung wächst; Folgen sind Landflucht, Migration und Kinderarbeit.
In dieser Situation erinnert uns der Lesungstext in der
Gottesdienstordnung mit der Verheißung an Sara (1. Mose 18,1-15), dass
wir auf Gottes Zusage auch in scheinbar hoffnungslosen Situationen
vertrauen können und dass für Gott nichts unmöglich ist. Dann entfaltet
ein Text aus dem Epheserbrief (Kap. 4,1-16) unsere verschiedenen
Berufungen, Aufgaben und Fähigkeiten, mit denen wir diese Welt zum
Besseren gestalten können. Getragen und bewegt werden wir in diesem
Gottesdienst auch von den wunderschönen Liedern aus Paraguay und der
kraftvollen Musik dieses Landes. Frauen aus zehn verschiedenen
Konfessionen bilden das Paraguayische Weltgebetstagskomitee und geben
mit ihrer lebendigen Ökumene ein ermutigendes Beispiel. Das Thema
lautet: „Unter Gottes Zelt vereint“. Da werden reiche
Assoziationen von Gottes Fürsorge, Schutz und Verheißungen lebendig. Was
heißt es als Menschen, als Menschheit in all unserer bunten und auch
konfliktreichen Verschiedenheit unter Gottes Himmelszeit vereint zu
sein, ein lebendiger „Körper“ zu sein, der „christliche Gemeinschaft“
heißt, „Weltkirche“, „Gotteskinder“?
Bitte Melden!
Wir brauchen Mithilfe für das Kaffeekochen am Sonntag.
Bitte bei Frau Scholz melden: 905-625-0548.
Brauchen Sie eine Fahrgelegenheit zu Veranstaltungen und Gottesdiensten?
Rufen Sie uns an! Telefon: 416-251-8293.
Jahreshauptversammlung
Die Jahreshauptversammlung unserer Gemeinde wird am letzten Sonntag im
Februar, den 25.02., im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst
stattfinden. Die Berichte sind eine Woche vorher in der Kirche in
Deutsch und Englisch erhältlich.
Hausmeister gefunden!
Die Suche hat ein Ende:
Herr Ali Giladies wird unser neuer Hausmeister und wird in der Wohnung
über dem Kindergarten wohnen. Wir werden ihn im nächsten Gemeindebrief
vorstellen.
Es wurde
getauft...
Renée Iris Clutterbuck
Kayla Rae Clutterbuck
Ich bin das Licht
der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8, 12
Es verstarben...
Karl Alfred Meyer-Bothling
Ursula Das
Bruno Frost
Du bist mein.
Jesaja 43, 1
Dankeschön
Es
war, wie jedes Jahr, unglaublich wie viele Weihnachts- und
Neujahrswünsche bei uns im Pfarrhaus eintrafen. So manche kamen mit
Begleitung eines Geschenkes. Als Familie möchten wir uns ganz herzlich
bei Ihnen dafür bedanken. Die gemeinsame Zeit, die wir beim lesen,
auspacken und bewundern der jeweiligen Gaben hatten, haben wir sehr
genossen. Schauen Sie doch einmal genau hin – können Sie ihre Karte
entdecken?
Das letzte Wort
Ein
jeder handle so, als wollte Gott eine große Tat durch ihn vollbringen.
(Martin Luther)