Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Martin-Luther-Kirche !
Wer nur
flüchtig hinschaut, könnte meinen, dieses Bild haette mit Halloween
zu tun, angesichts der Skelette und geöffneten Gräber unten.
Wirklich, bei manchem auf diesem Bild kann einem gruseln. Aber seine
eigentliche Absicht ist, uns Mut zu machen, trotz manchem
Schrecklichen in unserer Welt. Das kleine Őlbild wurde 1524 von dem
berühmten
Maler Hans Holbein d.J. gestaltet und ist ein reformatorisches
Programmbild. Wenn wir es genauer anschauen, erschließt sich uns die
ganze Botschaft des Reformationsfestes. Die Fülle der Einzelheiten
kann zuerst verwirren, die Grundstruktur ist aber einfach. Der große
Baum in der Mitte teilt das Bild in zwei Hälften, dabei ist die
linke Seite mit den blattlosen, verdorrten Zweigen als unfruchtbar
charakterisiert, die rechte Seite mit den starken Ästen als
lebensvoll. Das nimmt das zentrale Bild von Psalm 1 auf, diesem
großen Portal in den Psalter. Am Fuße des Baums sitzt der Mensch,
ratlos und verzweifelt ringt er seine Hände, während zwei Gestalten
ihm einen Ausweg aus seiner Dunkelheit weisen.
Auffällig sind
links Adam und Eva. Sie hören nicht auf Gott und essen von der
verbotenen Frucht, die ihnen die Schlange gezeigt hat. Das Ergebnis
ist die Ferne von Gott und Todesverfallenheit, schrecklich anzusehen
an Sarg und Skelett. Es gibt hier ein Zeichen Gottes: Mose oben auf
dem Berg, der die Tafel mit den Zehn Geboten erhält. Aber das ist
keine wirkliche Hilfe, denn an Gottes Geboten scheitern die Menschen
ja, die Gebote allein machen nur Angst und bedrohen den Menschen mit
Gottes Gericht; der Gewitterhimmel links macht das deutlich.
Aber aus
dieser Welt, wo die Menschen unter Sünde, Gericht und Tod leiden,
weisen die alttestamentliche Gestalt des Propheten Jesaja und die
neutestamentliche von Johannes dem Täufer den Weg. Sie zeigen auf
Jesus, der sich mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane und
damit in Angst und Schmerz hineinbegibt. Auf Jesus am Kreuz, der
unsere Schuld auf sich nimmt. Auf Jesus, der aus dem Grab
aufersteht.
Ist die linke
Hälfte von Sünde und Tod geprägt, so die rechte von Vergebung und
Leben. Links herrscht das Gesetz, rechts die Gnade. Das ganze Bild
ist eine Darstellung von Römer 6, 23: "Der Sünde Sold ist der Tod;
die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm
Herrn." (S.a. Röm. 3, 19-21). Unter Gottes Gesetz fällt der Mensch
in Angst und Verzweiflung, denn er sieht ja immer nur, was er nicht
geschafft hat, wo er versagt hat. Aber die Gnade, das Evangelium
hilft dem Menschen zum Leben, denn da sieht er, was Jesus für uns
getan hat, da hört er den Zuspruch: "Fürchte dich nicht, du bist ein
geliebtes Kind Gottes!
Die
Grundbotschaft des Bildes ist klar. Und dabei sind die Einzelheiten
sehr präzis und interessant gestaltet. So entspricht dem Kreuz die
von Mose in der Wüste erhöhte Schlange als Vorankündigung (Joh.
3,14). So wird Maria rechts auf dem Berg Zion die Geburt Jesu, des
Retters, angekündigt, als Gegenbild zu Eva, die nach der verbotenen
Frucht gegriffen hatte. Diese Einzelheiten werden durch lateinische
Unterschriften erklärt (z.B. links: "Mors = Tod", oder rechts:
"Victoria nostra = unser Sieg").
Martin Luther
hat gesagt: "Gott richtet die Betrübten auf und stärkt die
Verzweifelten. Denn das Wort des Lebens und Heils gehört denen, die
in Angst und Verzweiflung sind, welchen recht gesagt wird: 'Du
fürchtest dich, und dein Gewissen martert dich. Aber sei getrost,
Gott zürnt nicht mit dir.' Denn wo das Evangelium ist, da ist
Hoffnung, Trost, Friede, Freude." Lassen wir uns von dem Bild diese
gute, aufrichtende Reformationsbotschaft zusagen!
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen,
Ihr Pastor Alexander Mielke
Im
Gemeinsamen Gottesdienst am 9. November wird sich unsere
jetzige Konfirmandengruppe vorstellen. Gäste
aus Ottawa kommen dazu, Pastor Christoph
Ernst und Pastor Mark Ehlebracht mit ihren Konfirmanden. Der
Gottesdienst stellt den Abschluss ihres gemeinsamen Wochenendes in
unserer Kirche dar. Außerdem präsentiert das Team "In Mission For
Others – Taking It Home" Gedanken und Anregungen zu einer lebendigen
Gemeindearbeit. Herzlich willkommen zu diesem fröhlichen
Familiengottesdienst, der um 11.00 Uhr (!!!) beginnt.
Unsere jetzige Konfirmandengruppe (von links):
Hermann Heerklotz, Nicole Schwarz, Rhys Buceta, Ben Schwarz, Sonja
Schweiger, Christine Rabey, Lukas Frantzke, Benedikt Mielke, Tanya Horn,
André Rosenberger.
In den Advent gehen wir mit einem abwechslungsreichen, besinnlichen
Programm für Jung und Alt.
Zunaechst wird es am
Samstagnachmittag vom 1. Advent,
dem 29. November, ein fröhliches Beisammensein fuer Kinder und
Familien geben, mit Singen und Basteln, mit
Kuchen und Spielen.
Nach dem deutschen Gottesdienst am
1. Advent bleiben wir zu
deutschen Adventsliedern und Geschichten
zusammen. Und am frühen Abend des 2. Advents gibt es ein
Adventskonzert mit dem Edelweißchor unter
Leitung von Manfred Petz.
Im November beginnen die Proben für
das
Weihnachtsstück.
Je mehr Kinder mitmachen, desto besser. Herzlich
willkommen! Die Aufführung wird am 3. Advent sein.
Für die, die sich zu unserer
Martin-Luther-Gemeinde zugehörig fühlen und gerne auch offiziell
Mitglieder sein möchten,
wird Anfang des neuen Jahres eine Aufnahmefeier angeboten. Im
Kirchenvorstand wurde überlegt, dass es sinnvoll ist, hierfür einen
Gemeinsamen Gottesdienst vorzusehen, in dem die neuen Mitglieder
offiziell herzlich begrüßt und unter Gottes Segen gestellt werden. Wer
daran interessiert ist, kann darüber gerne mit Pastor Alexander Mielke
sprechen.
Die deutsche Bücherei
in der Martin-Luther-Kirche ist eingerichtet und eröffnet. Sie bietet
den Lesebegeisterten unter uns die Möglichkeit, kostenfrei deutsche
Bücher auszuleihen. Normalerweise können Sie während
der Gottesdienste Bücher ausleihen. Bei
Anregungen, Fragen, Wünschen wenden Sie sich bitte an Anna Lisa Wienecke
(905) 939-7441; Iris Schweiger (905) 625 9174.
Bei dem Weihnachtsmarkt des
Donauschwaben-Clubs am Wochenende vom 21. bis 23. November wird es
einen Informationsstand der deutschsprachigen lutherischen
Kirchengemeinden geben. Mit einer von Pastor Mielke zusammengestellten
Broschüre wird zu den Gottesdiensten unserer Gemeinden eingeladen.
Gemeindeglieder werden präsent sein, um als Ansprechpartner zur
Verfügung zu stehen. Die Schicht der Martin-Luther-Kirche ist Samstag,
22. November, von 14.30 bis 19.00 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen,
hier mitzumachen, wir können Helfer gut gebrauchen.
Im
Thanksgiving-Gottesdienst am 12. Oktober feierten wir einerseits die
Partnerschaft mit dem Kindergarten der Kirchengemeinde Guarulhos in
Sao Paulo. Andererseits konnten wir als Gäste Herrn OKR
Oppenheim zusammen mit seiner Frau begrüßen, der als
Nordamerika-Referent auf seiner ersten Kanada-Reise zuerst Station in
Toronto (vom 11. bis 15. Oktober) machte, bevor er dann nach Winnipeg
und Ottawa weiterreiste. Ein herzliches Dankeschön allen, die die Kiche
zu Erntedank so herrlich geschmückt und schöne Beiträge, auch
musikalische, zur Gottesgedienstgestaltung brachten!


Um
ein wenig deutlich zu machen von den schwierigen Ehepaar
Oppenheim im Gespräch mit
Lebensbedingungen brasilianischer Strassenkinder,
Christine Couturier, die ein Solo sang,
empfingen die Kinder die Gottesdienstteilnehmer und Gunter
Gall, der sehr engagiert ist in
mit einer
Schuhputzaktion.
in der Unterstützung des Kindergartens/Sao Paulo.


Die
Kinder überraschten
Monika Schmidt mit einer
besonderen Dankeschön-
Aktion.
Gemeindepräsident Ernie Wienecke überreichte OKR Oppenheim das
Jubiläumsbuch als Zeichen der Verbundenheit. Bei der Familie Wienecke
fanden Herr und Frau Oppenheim gastfreund-liche Aufnahme in den Tagen
ihres Toronto-Aufenthalts. Das Ehepaar Gutsch begleitete sie sachkundig
bei der Erkundung von Toronto und den Niagara-Fällen.

OKR
Paul Oppenheim besuchte, begleitet von Pastor Mielke, Karen Hamilton,
die Generalsekretärin des Canadian Council of Churches (links im Foto)
sowie das Kirchenamt der UCC und Bischof Michael Pryse in Kitchener.
Darüberhinaus traf er sich mit Pastorin Möller (auch in ihrer Funktion
als Vorsitzende der DELKINA) und Pastor Schweter in der Georgskirche.
Mit
dem Kirchenvorstand gab es eine Arbeitsbesprechung und ein gemeinsames
Thanksgiving-Essen imRestaurant Muddy Duck.
1050
Canad. Dollar waren für die Unterstuetzung des Kindergartens in Sao
Paulo gespendet worden, vielen, vielen Dank allen, denen die
Unterstützung ein großes Anliegen ist. Ein besonderes Dankeschön an
Gunter Gall, der hoch engagiert im Einsatz für diesen Kindergarten ist
und unermüdlich Kontakt haelt zu Pastor Edilson Tetzner. Den folgenden
Brief hat uns Pastor Edilson geschickt.
Esteemed
brothers and sisters in Christ!
May the Grace of
our Lord Jesus Christ and the love of God be with all you.
Since September
21 we are into Spring: the season of gardens and flowers. New life
recommences in its most beautiful form. Everything sprouts. Life
prevails. Life is born again. It is in the midst of this beautiful
time of year created by God that we celebrate the Day of the Child here
in Brazil. On this occasion children are put in first place. It is time
for gifts. It is time for parties in homes, churches, and schools.
Everything is done for benefit the children. It is also at this time
that many fund-raising campaigns are carried out. We encourage them all,
in that they do save lives: the lives of children abandoned in the
streets by their parents; the lives of children still in the care of
their mothers but who suffer hunger and cold; the lives of children with
cancer or some other disease.
There are many
campaigns of this type in Brazil. Many people worry about this
proliferation. Among all these campaigns is our Lutheran Church
campaign. It is encouraging that good things are happening to promote
the welfare of the Brazilian children and adolescents. "However, the
situation is not good. Even with a significant fall in infant mortality
rates, many children still die of hunger and violence. The illiteracy
index is still shockingly high, as are the numbers of sick people and
children living on the street. Children and youth are recruited
and employed in drug trafficking . According to the National
Movement for Street Children, the number of minors engaged in drug
trafficking increased by 26% in 2002 . Many children are not in school
because they need to work. Journalist Andréia Peres, in her book “On the
Way to School" reveals that 3,8 million children still work in this
country. This is not a surprising situation. In Brazil it is rooted in
the attitude that every child working is one less child hanging out on
the streets - stealing or engaged in drugs or prostitution. Few people
become indignant and question why, instead of working, these children
are not studying. Seeing child labour as a solution and not as a
problem, is a cultural misconception among our people, one encouraged by
many TV personalities.” (Pastor Sigmar Reichel)
Our Church
campaigns have helped a great deal, but we are still far from a reality
that provides a worthy life for all children and adolescents. How great
would it be if our government, institutions and people placed the life
of the person human person in first place. It is not God's will that
children are abandoned. In the words of Christ, the child is our
model for the entrance into God's Kingdom (Mth 18. 2) For to them
belongs the Kingdom of God (Mth 19. 13). Whoever receives a
child, receives me, says Jesus. In the Old Testament we find the
concern for early education: “teach the child the way that it must
walk…” (Prov 22,6). As nation, we are far from this reality. We need
to open our ears to our Lord Jesus. It is urgent to hear Him.
Manuel Bandeira
is a poet with his feet on the ground, one who sees our reality. He has
written a poem with the title of: "The Animal".
I saw yesterday
an animal
In the filthiness of the patio
hunting for food among the garbage.
When it found something
It did not examine or smell it,
but wolfed it down voraciously.
The animal was not dog
Not a cat
It was not a rat.
The animal, my God, was a man!
Are we animals?
The poetry of
Manuel Bandeira portrays the reality of thousands and thousands of
people. In all the cities and all the Squares within them, we come
across with the sad scenes of poverty and misery. Still now, in the
Twenty-first Century, we have people in the streets competing with rats,
cats, dogs and vultures for their daily bread. A world that preaches
progress and development tolerates within its midst people who live in
conditions similar to animals. It is in the Squares or the garbage
dumps, the post cards of our cities, that we find the results of the
development of this Century: sad, lamentable images, but unhappily real
images: man and beast sharing the same scaps! Are we becoming animals?
Only an animal cares nothing about the degradation of its own kind. Only
an animal is capable of seeing one of its own sharing food with
vultures. We see this? Not, we are blind! Are we animals? Certainly the
poet is not far reality when he confused a man with an animal. On the
contrary, he is well on to our daily reality, for such scenes are
repeated daily in our neighbourhood and in all the parts of the world.
They are real people, hungry, children of God who search for food in the
garbage. And when they find it, they do not examine or smell it, but
they swallow it voraciously. The empty belly is an illness felt in the
skin for millions of people. Indifference is a sister-illness which does
not want to be cured. The sadness is to know that it has a cure, but why
cure it? After all, only the first kills. On a certain day Jesus found a
hungry multitude (Math 14,13-21). While the disciples suggested sending
the hungry people away, Jesus, gave them a great example. He said: “
You yourselves give them food”. (v. 16). With bread and fish gathered up
from those present, he taught them the miracle of sharing and
solidarity. He did not order them away with hunger, but he aided them.
What do we lack in order to come to the aid of the hungry today? The
miracle of the sharing. The remedy is freely at the disposition of all
of us; Jesus paid for it with his own life. Will we use it? Only it is
capable of erasing the sad image that the poet insists on placing before
our eyes: Our lack of love .
Final words:
We thank the Martin Luther Church of Toronto for the concern and the aid
that they have given to Guarulhos in their treatment of children of
Cabuçu. You are distant geographically, but we can feel you in our
hearts. Your donation is a clear signal of the love of Christ and calls
out for sharing and teaches solidarity. In the Day-care center
of Cabuçu, we have in the present time a group of 70 children from 2 to
6 years of age. They are all children of needy families. Lacking good
homes, food, clothing. The reality of our neighbourhood is one of
poverty. Lack of adequate basic sanitation, health and good education.
We are a small sign of transformation there. Presently we share our
physical space and donations. A 1996 agreement with City
Hall assists with most of the expenses. The spread sheet of costs in
2007 reached approximately Reis 130.000, 00 (nearly 66,000 Can$). All
the donations that we receive are passed on directly to the children in
the form of chocolates, toys and clothes. We have gatherings for them on
the most important days of the year: Christmas, Passover and the Day of
the Child. Your donation has made these children very happy . Ours
profound thanks! Shepherd Edilson Tetzner
_______
Von der Christ Lutheran Church in
Peterborough erreicht uns folgende Einladung. Wer daran interessiert
ist, kann unter der Tel.Nr. 905 703 0704 zu Pastor Jenkins Kontakt
aufnehmen.
Oberammergau Passion Play 2010 with your hosts Pastor Karen and Allan
Jenkins
May 12-26th, 2010, 15 days, • Rome • Florence • Venice • Vienna •
Lucerne • Paris • London
Accommodation, ground transportation, 13 breakfasts, 1 lunch & 5
three-course dinners, Oberamergau tickets, $ 2850 pp, airfare TBA
Book by November 30th, $450 deposit, cancellation insurance available
Once every ten years, a tiny,
picturesque village in the heart of the Bavarian Alps re-enacts an event
which draws people of every religious denomination from four corners of
the globe to witness one of the most poignant and moving stories ever
told. The play depicts the tragic and moving chronicle of Christ's final
passion. Its history stems from 1632. The next Passion Play will take
place in 2010 and the event is already attracting Christians from around
the globe. Demand is sure to be overwhelming and inevitably tickets will
be in short supply. We have specially reserved 22 first class tickets
for the 2010 Passion Play and obtained hotel accommodations in
Oberammergau and in the beautiful surrounding area of the Bavarian Alps.
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Claus Newman
im Alter von 63 Jahren
am 23. Oktober 2008
Führe ich
gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
Psalm 139,8
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