Martin Luther Evangelical Lutheran Church
2379 Lake Shore Blvd West, Toronto, Ontario, Canada M8V 1B7
Office Tel.: (416) 251-8293 Fax: (416) 259-2889 Email: churchoffice@martinluther.ca
 Pastor Alexander Mielke Cell: 416 - 567-2487 alexander.mielke@rogers.com

A bilingual Christian congregation (German and English) in the west end of Toronto.
Eine zweisprachige Evangelische Gemeinde (Deutsch und Englisch) im Westen Torontos.

 

GEMEINDEBRIEF  April 2009
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Letzte Aktualizierung:   06 June 2009                             53. Jahrgang                 April 2009

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Martin-Luther-Kirche !

Kalendar für April  2009 [PDF]

Pilatus, Kaiphas und Herodes – Jesus verloren im Gewirr brutaler Machtpolitik.

 "Der erste christliche Historiker" – so wird Lukas genannt, und das Lukasevangelium deutet in seinem 23. Kapitel genauer als jedes andere Evangelium das Gewirr von Konflikten an, in das Jesus hineingeraten ist.

Pilatus ist wohl der berühmteste Römer aller Zeiten. Kein Name wird noch heute so häufig genannt wie seiner, jedes Mal, wenn Christen das Glaubensbekenntnis sprechen, fällt sein Name: "gekreuzigt unter Pontius Pilatus".

Auf Pilatus macht Jesus keinen gefährlichen Eindruck, ihm würde es reichen, Jesus "schlagen" zu lassen. Damit ist das Geißeln gemeint. Beim Geißeln wurde der Gefangene mit einem Lederriemen ausgepeitscht, an dem Metallhaken befestigt waren. Hierbei erlitt der Ausgepeitschte eine Unzahl von tiefen Wunden, und viele überlebten diese  Bestrafung nicht. Auch Paulus erlitt diese Strafe drei Mal von den Römern (2.Kor.11,25), die im Gegensatz zur jüdischen Regelung nicht auf die "40 weniger einen", also 39, begrenzt war; die römischen Knechte konnten solange auf einen Gefangenen einschlagen, wie sie wollten. Pilatus sieht Jesus als unschuldig im Sinne der Anklage an und trotzdem will er ihn dieser bestialischen Strafe überlassen. Nichts charakterisiert seine Skrupellosigkeit besser als diese Geste.

Kurz nachdem Pilatus im Jahr 26 Präfekt in Jerusalem wurde, brauchte er Geld für den Bau eines großen Äquadukts. Das Geld konfiszierte er im Tempel. Als vor seinem Amtssitz eine große Demonstration von Juden dagegen stattfand, ließ er seine Soldaten, als Zivilisten gekleidet, sich darunter mengen. Auf ein Signal hin holten sie schwere Keulen aus ihrem Gewand und schlugen damit auf die Demonstranten ein: 300 Juden wurden an diesem Tag umgebracht.

Warum hat Pilatus diese prominente Rolle im Glaubensbekenntnis bekommen? Weil er die Kreuzigung Jesu befohlen hat. Den jüdischen Untertanen war zwar ein Stück Selbstverwaltung zuerkannt worden, aber die Todesstrafe konnte nur vom römischen Statthalter verhängt werden. Und

(Bild in der Mitte von Duccio di Buoninsegna               

so ließ der Hohepriester Kaiphas Jesus gefangennehmen, als Jesus sich gegen Missstände im Tempel wandte. Und Pilatus sprach dann das Todesurteil gegen diesen Querulanten aus – recht routinemäßig, das Hinrichten von Unruhestiftern gehörte zu seinen Alltagsgeschäften. Beide, Pilatus und Kaiphas, wurden im Jahr 37, einige Jahre nach Jesu Tod, von Rom abgesetzt, wegen skrupellosem Missbrauch ihrer Amtsgewalt. Pilatus wurde zurück nach Italien beordert. Der nächste römische Statthalter in Jerusalem war ein besonnenerer, weniger brutaler Mann.

Wer war Herodes? Es war nicht Herodes der Große, zu dessen Zeit Jesus geboren wurde und den wir aus der Weihnachtsgeschichte kennen. Sondern es war sein Sohn Herodes Antipas, der während der ganzen Lebenszeit Jesu Herrscher über Galiläa war. Diese Herrscherdynastie war idumäischen, nichtjüdischen Ursprungs (aus einem Gebiet südlich von Israel). Er hatte Johannes den Täufer töten lassen, und auch Jesus war von ihm bedroht. In Lukas 13 heißt es: "Da kamen einige Pharisäer und sprachen zu Jesus: Mach dich auf und geh weg von hier, denn Herodes will dich töten!" Darauf antwortete Jesus: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Heute und morgen und am folgenden Tag muss ich noch wandern, denn es geht nicht an, dass ein Prophet umkomme außerhalb von Jerusalem." Hier in Kapitel 23 heißt es: "An dem Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde; denn vorher waren sie einander feind." Im Streit um Machtbereiche waren sie Rivalen, aber in der Vernichtung von Kritikern waren die beiden Verbündete.

Früher war Jesus von Pharisäern vor Herodes gewarnt worden. Offensichtlich gab es eine Menge Pharisäer, die mit Jesus sympathisierten. Berühmt ist das Wort Jesu zu einem Schriftgelehrten in Markus 12: "Du bist nicht fern vom Reich Gottes." Und das Erstaunliche ist: Außer einigen Frauen, die unter dem Kreuz stehen, sind zwei Pharisäer fast die einzigen, die sich um den Leichnam Jesu kümmern. Bei Lukas und Johannes erfahren wir, dass Josef von Arimathäa und Nikodemus Jesus vom Kreuz abnehmen und Josef ihn in eine Grabanlage seiner Familie legt. Beide sind Pharisäer und Ratsherren, d.h. Mitglieder des Sanhedrin, des jüdischen Rats am Tempel. Und sie sind entsetzt über das, was der machtgierige Hohepriester Kaiphas in einer Nacht- und Nebelaktion gemacht hat. Ihre Verehrung für den berühmten Meister zeigen diese Pharisäer in der Sorge um den Leichnam in einer Stunde, als sich die Jünger nur angstvoll verkriechen. Aber damals in der Stunde der Verurteilung Jesu sind die Vernünftigen und Besonnenen machtlos.

Wer war schuld am Tode Jesu? Der historische Sachverhalt ist: Der Hohepriester Kaiphas und andere Mitglieder der priviligierten Jerusalemer Priesterschaft wollten genauso wie der galiläische Herrscher Herodes Antipas Jesus aus dem Weg schaffen; dazu kam, dass die römische Besatzungsmacht mit routinierter Brutalität vorging. Sie brachten Jesus ums Leben, der die Hoffnungen vieler im jüdischen Volk verkörperte. Und wenn Pilatus das Schild ans Kreuz anbringen lässt, auf dem steht "Jesus von Nazareth König der Juden", dann zeigt sich daran der Spott und das Triumphgefühl eines römischen Machthabers, der ein weiteres Mal jüdische Hoffnungen zerstört hat.

Die theologische Wahrheit ist, dass wir alle, die ganze Menschheit, jeder von uns an Jesu Tod schuld ist, so wie Paulus in Römer 3 sagt: "Es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist."

Damals in dem Gewirr der Interessen und Intrigen, auch in den Konflikten um das rechte Verständnis Gottes, wie sie in Streitgesprächen mit anderen jüdischen Gruppen deutlich werden, ist Jesus verloren. Er, der leidenschaftlich für den Gehorsam gegen Gottes heiligen Willen, für die Reinheit des Tempels, für Barmherzigkeit unter den Menschen, für ein gerechtes und friedliches Miteinander eingetreten ist – Jesus wird ans Kreuz geschlagen werden.

Dieselbe Menge, die vor einiger Zeit noch Hosianna gerufen hat, schreit nun: Kreuzige ihn! So furchtbar lassen Menschen sich manipulieren. So wankelmütig kann die öffentliche Meinung sein. Ungerührt stößt die Menge Jesus, den sie gerade noch verehrt hat, nun aus ihrer Mitte und überlässt ihn dem grausamen Tod am Kreuz.

Rudolf Otto Wiemer, der 1998 verstorbene, aus Thüringen stammende, später in Böhmen und Niedersachsen wirkende Lehrer und Schriftsteller, hat in einem Text die harte Frage an uns formuliert:

Der Esel, so hörte ich, schämt sich,
dass er ihn trug.
Er schämt sich des Einzugs in Jerusalem,
weil auf das Hosianna!
das Kreuzige! folgte.

Also sei, der durch das Hosianna ihn trug,
sagt er, zugleich des Kreuzige Anfang.
O, ist nicht ein Esel der Esel, da er so
kleiner Ursache wegen sich schämt, und
ich, der Mensch, der schrie, der beides
schrie: Hosianna! schrie und: Kreuzige!
schäme mich nicht?

Stefan Andres hat gesagt:
"Lasst uns alle vor seinem Kreuze schweigen;
wir alle sind anders als er
und sind vor ihm alle schuldig."

Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen für die Passions- und Osterzeit,
Ihr Pastor Alexander Mielke


 

Herzliche Einladung zu einem Konzertgottesdienst mit dem Männerchor "Harfentöne" am Palmsonntag, 5. April 2009, in der Martin-Luther-Kirche! Der Gemeinsame Gottesdienst wird als ruhiger und musikalischer Gottesdienst gehalten, der sein Gepräge von Stücken aus Franz Schuberts "Deutscher Messe" empfängt, als eine gute Einstimmung auf die Karwoche. Nach dem Gottesdienst, der um 11.00 Uhr beginnt, singen die Harfentöne unter Leitung von Alfred Schormann weitere Volkslieder wie auch Geistliche Lieder, die zur Jahreszeit passen. Der Eintritt ist frei. Kommen Sie und bringen Sie auch Freunde und Bekannte zu diesem musikalischen Erlebnis mit!

Wir erwarten fast 60 Mitglieder des Chores als Gäste und wollen ihnen, da einige  von ihnen eine weite Anreise haben, ein stärkendes Mittagessen bieten. Bitte helfen Sie mit, indem Sie mit zum Potluck Lunch beitragen. Haben Sie herzlichen Dank!

 

Wir laden wieder sehr herzlich ein zu dem Osterfrühgottesdienst am 12. April am Lake Ontario (Humber Bay West). Im Jahreslauf ist das ein einmaliges Erlebnis, am Ostermorgen die Sonne über dem See und über Toronto aufgehen zu sehen und dabei mit anderen die Osterbotschaft zu feiern. Um 5.45 Uhr kommen wir am Parkplatz zusammen, um 6.00 Uhr beginnt der Gottesdienst, spaeter besteht die Möglichkeit, im Gemeindehaus zum Osterfrühstück mit Pancakes und Toast zusammen zu kommen.

 

Treffen auf dem letzten Parkplatz des „Humber Bay Park West“ (das ist etwa 1,5 km östlich der Kirche, Südseite Lakeshore, direkt hinter den großen Appartement - Gebäuden der Anlage „Marina del Ray“; in der Nähe des Yacht-Clubs!), halten Sie sich rechts und fahren die Straße bis zum letzten Parkplatz entlang.

Lassen Sie uns wissen, wenn Sie eine Fahrgelegenheit benötigen. Melden Sie sich bitte in der Kirche (416-251-8293) oder bei Pastor Mielke (416-567-2487).

Der Gemeinsame Osterfestgottesdienst beginnt später in der Kirche um 10.00 Uhr.

 

The social coordinators at  Martin Luther Church have arranged for a group outing to see the musical production of The Sound of Music at the Princess of Wales Theatre, 300 King St. West, on Saturday, April 11, 2009 at 1:30 p.m. For more information contact,Dina Wancar dinotchka@yahoo.ca Gisela Wilhelm gisela@eol.ca.

 Und die Schwimmparty des Kindergottesdienstes findet wieder statt!

The Sunday School of the Martin Luther Church is having their Annual Swim Party on Saturday April 18, 2009 at Norseman Pool, 105 Norseman St., Etobicoke (off Islington Ave. between Bloor St. West and The Queensway). Mark your calendars!  We invite all members and friends. We have the entire pool to ourselves from 4:00 – 5:00 p.m. followed by pizza and other treats. For more information contact,Monika Schmidt monikakschmidt@gmail.com Tanya Zielke tanya_zielke@yahoo.ca.

Herzliche Einladung zum Muttertagsessen

Am Sonntag, dem 10. Mai 2006,  ist Muttertag! An diesem Tag bereiten Männer der Gemeinde das Essen  vor.  Kommen Sie und lassen Sie sich bewirten! Für diesen Gottesdienst am Muttertagstag hat Generalkonsul Holger Raasch sein Kommen angekündigt; wir heißen ihn herzlich bei uns willkommen, freuen uns, dass er ein Grußwort sprechen und auch nach dem Gottesdienst Zeit haben wird.

Dieses Jahr veranstalten wir unser Gemeindepicknick in Camp Edgewood am Sonntag, dem 28. Juni !

Das Sommer-Camp, ein buntes und fröhliches Camp fuer Kinder und Erwachsene, die ganze Familie, findet vom  26. – 31. Juli statt, wieder am Golden Lake.

We invite you to our annual summer camp at Camp Lutherlyn, Golden Lake, Ontario near Pembroke - from Sunday July 26th to Friday July 31st (5 nights). The cost is the same as last year: $225 person, plus the bus $50 single or $75 family. You can go to our website www.martinluther.ca to download the Registration Form, the Bus Transportation Form and the Owl Rafting Waiver Form.  All three forms need to be filled out for complete camp participation. Please submit forms and  payment by July 3rd, 2009. The day trip to Owl Rafting is an additional cost at $15-$20. While you are at our website, please read ahead of time the Supply Check List for what to bring and the Rules of Camp Lutherlyn.

The camp is also open to families with young children and also to seniors; discounted rates apply.

For many years the Martin Luther Lutheran Church has invited its youth for a one-week-camp to the Golden Lake. The Camp gives children and youth in the ages between 8 and 18 the opportunity to have a good time together and to enjoy the beautiful landscape around the lake, The counselors are experienced youth leaders of the church who take good care of the needs of the campers and provide an interesting program with creative games and sports. Part of the program are the bible-studies which combine biblical stories with outdoor activities. The campers sleep in cabins in groups of 10. Meals are cooked by the staff of the Camp Lutherlyn.

For more information contact: Dan Sommerfeld: feld-of-dreams@sympatico.ca, or Pastor Alexander Mielke: alexander.mielke@rogers.com

Dieses Foto mit zweien aus Hagen (Hans-Joachim Arndt und Annemarie Krink) und zweien aus Attendorn/Sauerland (Iris Schweiger und Pastor Andreas Schliebener (der ebenfalls in Hagen-Vorhalle geboren wurde und aufwuchs), entstand am 29. März, als Pastor Andreas Schliebener, der ein Studienfreund von Pastor Mielke mit den gemeinsamen Stationen Wuppertal, Münster und Tübingen ist, im deutschen Gottesdienst die Predigt hielt. Vorher hatten die beiden Gäste eine lutherisch-litauische Gemeinde in Chicago besucht.

 

 

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Am Montag, dem 23. März, verstarb Ella Morgan-Schwantes, die zweite Frau unseres Pastors Eberhard Schwantes.

Am Freitag, dem 27. März, hielten wir in der Martin-Luther-Kirche den Beerdigungsgottesdienst, bei dem auch Pastor Doug Kramer von St. Philip's Lutheran Church mitwirkte, Edmund Scholz eine Eulogie las, sowie der Kirchenchor unter Leitung von Mona Frantzke wieder sang. Es war für die Martin-Luther-Kirche ein Tag großer Trauer und des liebevollen Andenkens an den langen Dienst von Pastor Schwantes in der Gemeinde sowie an seine ganze Familie.

Hier eine gekürzte Fassung meiner Predigt, die auch den Lebenslauf von Ella Morgan enthält.

 

 

Ella was an unbelievably strong woman. Everyone who reads her book "Choices of a Teenager", must be impressed by her strength and courage, to make strong and brave decisions in the midst of all the horrors of war, flight and the loss of the home country.

In this book in the beginning of the third and last part, Ella writes: "I am an individual. I am a daughter, a woman, a wife, a mother, a grandmother, a teacher, but most of all, I have made some serious and challenging decisions as an individual, that other women of my generation would have not attempted." Thus this third part begins. And it closes with the chapter "My trust and faith". So she herself indicates what the source of her strength was, her faith.

 Let us remember a few of the decisive points in Ella's journey of life.

Ella was born May 12th 1928 in Deguiciai, Lithuania. She was the second of six children, born to Wilhelm Willenbrecht and Lydia Gencius. Of her sibblings three predeceased her, Rudy, Lydia and Alma. Two are still with us: Helmut and Erika. The book she has written about her life has the subtitle "From Lithuania to Canada", and the paragraph on page 77 begins "Hello Canada! The land of the future". But her childhood was not at all sad, the family had a very good life in Lithuania, owning a large farm.

World War 2 started when she was 11 years old and drastically changed her life.

She writes: "On March 17, 1941, we left our home. The Germans and Russians agreed, that about 50,000 Lutherans could leave Lithuania. This movement of our people was refered to as 'repatriation', because it was considered a case of Germans returning home. Interestingly, however, we had lived in Lithuania for many generations, and my mother and we, the children, did not know the German language, we only spoke Lithuanian."

In 1946, after leaving a German displaced persons camp, at 18 she travelled alone to England to find a new home and work as a hospital attendant. As her one year contract came to an end she began asking herself whether England was the best place for her to settle. Ultimately she chose Canada. She envisioned the opportunities and possibilities to be better here than in war ravaged Europe. In order to emigrate to Canada she had to return to the camps in Germany and try to emigrate as a refugee. November 1, 1948 she arrived in Halifax, still alone, at the age of 20 and never regretted her choice.

Three years later, she was instrumental in bringing the rest of her family to Canada as well. She married Vytautis Krygeris in 1949 and had three daughters, Zita, Vivian and Anita. While working in secretarial positions in those early years, she always strove to improve academically. As a working mom, she finished high school by correspondence and was taking courses at the Adult Training Centre, later known as George Brown College on Keele Street. About 1963 she realized there was a teacher shortage. She knew she was capable of teaching and saw a new challenge. With the help of the principle at George Brown, she chose to pursue university courses in the winter and take three summers to complete a teaching certificate in exchange for a teaching position at George Brown. Her amazing drive and fortitude continued throughout her life. She received her BA from Queens University in 1971 and together with the teaching certificate she had, she started teaching a Runnymede Collegiate Institute. 1973 Vytautas had a fatal car accident. Later on she married Donald Morgan.

Her fondest memories being in the workplace were those as a teacher. Her determination and goals didn’t stop with herself. She was always worrying, helping and trying to ensure that her immediate family reached and touched those same stars. She desperately wanted to instill the importance of education to each grandchild. She was a life-long learner. Ella was constantly on the move to improve her family’s household, the daughters attended about six different schools before finishing grade 13. This continued until the day before she had her first stroke in September where she purchased a two bedroom condo for herself in order to make sure she had an extra bedroom and space for a caregiver.

2002 she married Pastor Eberhard Schwantes. But at that time already he suffered from severe Parkinson, and only 3 years later Pastor Schwantes died tragically, in the morning of his 76th birthday. He had been able to have the joy of celebrating the 35th anniversary of the day care which he had been committed to over all the years of his ministry in the MLC. But he missed the 50th anniversary of the church which would be celebrated four months after he had passed away. In her mid 70's she had the opportunity to travel to Europe with her husband, Pastor Schwantes as well as visiting Lithuania for the first time since 1944. She so enjoyed that trip, seeing her homestead again.

There is a special chapter in Ella's book, "Joyous Memory". There she writes:

"The most joyful moment of my life was when I saw the picture of my three daughters, all my seven grandchildren and myself." She means the photo of Justine's confirmation, in the year 2003. This shows all the joy and pride she found in her family, in her three daughters and all the family which had grown big.

Her sister Erika has read verses from John 12 which is – in our German Lutheran tradition – the Gospel for this week. Here Jesus Christ says, "Unless a grain of wheat falls into the earth and dies, it remains just a single grain, but if it dies, it bears much fruit." This is the mystery of the grain of wheat: Even our sufferings can bear plenty of fruit. First of all we see this in the passion and resurrection of our Lord Jesus Christ.

There are two ways of dealing with sufferings, the passive and the active one. Only the conscious way of accepting the suffering, only the active way of dealing creatively with suffering, can truely bear plenty of fruit.

There was enough in Ella's life what could have made her suffer passively. But this she never did. She always searched for ways how to deal actively with problems. During the last weeks the daughters would read books to her while staying by her side in the hospital. I was so impressed when I was told what they read to her during day or night: "The Outliers" by Gladwell, or memories of Eleanore Roosevelt, or "My Stroke of Insight" by Jill Taylor. Her lifelong dedication to learning never wore off, even in the last weeks, when she became weaker, she still would try hard to learn and deal actively with her sufferings.

Psalm 23 speaks of the "darkest valley" where God is still with us. For Ella, the image for the dark hours was the woods. She placed this on the front page of her book, the dark forest where she had to run through and hide in during her long ways of the flight. A childhood in the terrible times of World War II, a youth in which she was forced to make very difficult decisions on her own. But in the midst of fears and doubts, still this experience: "you, my God, are with me, your rod and staff, they comfort me."

In my very first meeting of Ella she told me this. She told me of her confirmation which she had together with her brother Rudy Palm Sunday 1942 in a camp for refugees near to Posen. She told me that since that time a prayer had helped her day by day, a prayer that she had chosen to be printed on her confirmation certificate.

Mein Gott, verlass mich nicht! Ich ruf aus Herzensgrunde,
Ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde.
Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht,
So weiche nicht von mir – ach Gott, verlass mich nicht!

 

BESTATTET WURDE ...

Ella Morgan, im Alter von 80 Jahren
am 23. März 2009

 Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein:
wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Johannes 12, 24 

 

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Gemeindebrief – Mitwirkende
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