Liebe Gemeindeglieder und Freunde der
Martin-Luther-Kirche !
Kalendar für
April 2009 [PDF]
Pilatus, Kaiphas und Herodes – Jesus verloren im Gewirr brutaler
Machtpolitik.
"Der
erste christliche Historiker" – so wird Lukas genannt, und das
Lukasevangelium deutet in seinem 23. Kapitel
genauer als jedes andere Evangelium das Gewirr von Konflikten
an, in das Jesus hineingeraten ist.
Pilatus ist wohl der berühmteste Römer aller Zeiten. Kein Name
wird noch heute so häufig genannt wie seiner, jedes Mal, wenn
Christen das Glaubensbekenntnis sprechen, fällt sein Name:
"gekreuzigt unter Pontius Pilatus".
Auf
Pilatus macht Jesus keinen gefährlichen Eindruck, ihm würde es
reichen, Jesus "schlagen" zu lassen. Damit ist das Geißeln
gemeint. Beim Geißeln wurde der Gefangene mit einem Lederriemen
ausgepeitscht, an dem Metallhaken befestigt waren. Hierbei
erlitt der Ausgepeitschte eine Unzahl von tiefen Wunden, und
viele überlebten diese Bestrafung nicht. Auch Paulus erlitt
diese Strafe drei Mal von den Römern (2.Kor.11,25), die im
Gegensatz zur jüdischen Regelung nicht auf die "40 weniger
einen", also 39, begrenzt war; die römischen Knechte konnten
solange auf einen Gefangenen einschlagen, wie sie wollten.
Pilatus sieht Jesus als unschuldig im Sinne der Anklage an und
trotzdem will er ihn dieser bestialischen Strafe überlassen.
Nichts charakterisiert seine Skrupellosigkeit besser als diese
Geste.
Kurz nachdem Pilatus im Jahr 26 Präfekt in Jerusalem wurde,
brauchte er Geld für den Bau eines großen
Äquadukts. Das Geld konfiszierte er im Tempel. Als vor seinem
Amtssitz eine große Demonstration von Juden dagegen stattfand,
ließ er seine Soldaten, als Zivilisten
gekleidet, sich darunter
mengen. Auf ein Signal hin holten sie schwere Keulen aus ihrem
Gewand und schlugen damit auf die Demonstranten ein: 300 Juden
wurden an diesem Tag umgebracht.
Warum hat Pilatus diese prominente Rolle im Glaubensbekenntnis
bekommen? Weil er die Kreuzigung Jesu befohlen hat. Den
jüdischen Untertanen war zwar ein Stück Selbstverwaltung
zuerkannt worden, aber die Todesstrafe konnte nur vom römischen
Statthalter verhängt werden. Und
(Bild in der Mitte von Duccio di Buoninsegna
so
ließ der Hohepriester Kaiphas Jesus gefangennehmen, als Jesus
sich gegen Missstände im Tempel wandte. Und Pilatus sprach dann
das Todesurteil gegen diesen Querulanten aus – recht
routinemäßig, das Hinrichten von Unruhestiftern gehörte zu
seinen Alltagsgeschäften. Beide, Pilatus und Kaiphas, wurden im
Jahr 37, einige Jahre nach Jesu Tod, von Rom abgesetzt, wegen
skrupellosem Missbrauch ihrer Amtsgewalt. Pilatus wurde zurück
nach Italien beordert. Der nächste römische Statthalter in
Jerusalem war ein besonnenerer, weniger brutaler Mann.
Wer
war Herodes? Es war nicht Herodes der Große, zu dessen Zeit
Jesus geboren wurde und den wir aus der Weihnachtsgeschichte
kennen. Sondern es war sein Sohn Herodes Antipas, der während
der ganzen Lebenszeit Jesu Herrscher über Galiläa war. Diese
Herrscherdynastie war idumäischen, nichtjüdischen Ursprungs (aus
einem Gebiet südlich von Israel). Er hatte Johannes den Täufer
töten lassen, und auch Jesus war von ihm bedroht. In Lukas 13
heißt es: "Da kamen einige Pharisäer und sprachen zu Jesus: Mach
dich auf und geh weg von hier, denn Herodes will dich töten!"
Darauf antwortete Jesus: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Heute
und morgen und am folgenden Tag muss ich noch wandern, denn es
geht nicht an, dass ein Prophet umkomme außerhalb von
Jerusalem." Hier in Kapitel 23 heißt es: "An dem Tag wurden
Herodes und Pilatus Freunde; denn vorher waren sie einander
feind." Im Streit um Machtbereiche waren sie Rivalen, aber in
der Vernichtung von Kritikern waren die beiden Verbündete.
Früher war Jesus von Pharisäern vor Herodes gewarnt worden.
Offensichtlich gab es eine Menge Pharisäer, die mit Jesus
sympathisierten. Berühmt ist das Wort Jesu zu einem
Schriftgelehrten in Markus 12: "Du bist nicht fern vom Reich
Gottes." Und das Erstaunliche ist: Außer einigen Frauen, die
unter dem Kreuz stehen, sind zwei Pharisäer fast die einzigen,
die sich um den Leichnam Jesu kümmern. Bei Lukas und Johannes
erfahren wir, dass Josef von Arimathäa und Nikodemus Jesus vom
Kreuz abnehmen und Josef ihn in eine Grabanlage seiner Familie
legt. Beide sind Pharisäer und Ratsherren, d.h. Mitglieder des
Sanhedrin, des jüdischen Rats am Tempel. Und sie sind entsetzt
über das, was der machtgierige Hohepriester Kaiphas in einer
Nacht- und Nebelaktion gemacht hat. Ihre Verehrung für den
berühmten Meister zeigen diese Pharisäer in der Sorge um den
Leichnam in einer Stunde, als sich die Jünger nur angstvoll
verkriechen. Aber damals in der Stunde der Verurteilung Jesu
sind die Vernünftigen und Besonnenen machtlos.
Wer war
schuld am Tode Jesu? Der historische Sachverhalt ist: Der
Hohepriester Kaiphas und andere Mitglieder der priviligierten
Jerusalemer Priesterschaft wollten genauso wie der galiläische
Herrscher Herodes Antipas Jesus aus dem Weg schaffen; dazu kam,
dass die römische Besatzungsmacht mit routinierter Brutalität
vorging. Sie brachten Jesus ums Leben, der die Hoffnungen vieler
im jüdischen Volk verkörperte. Und wenn Pilatus das Schild ans
Kreuz anbringen lässt, auf dem steht "Jesus von Nazareth König
der Juden", dann zeigt sich daran der Spott und das
Triumphgefühl eines römischen Machthabers, der ein weiteres Mal
jüdische Hoffnungen zerstört hat.
Die
theologische Wahrheit ist, dass wir alle, die ganze Menschheit,
jeder von uns an Jesu Tod schuld ist, so wie Paulus in Römer 3
sagt: "Es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder
und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und
werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die
Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist."
Damals in dem Gewirr der Interessen und Intrigen, auch in den
Konflikten um das rechte Verständnis Gottes, wie sie in
Streitgesprächen mit anderen jüdischen Gruppen deutlich werden,
ist Jesus verloren. Er, der leidenschaftlich für den Gehorsam
gegen Gottes heiligen Willen, für die Reinheit des Tempels, für
Barmherzigkeit unter den Menschen, für ein gerechtes und
friedliches Miteinander eingetreten ist – Jesus wird ans Kreuz
geschlagen werden.
Dieselbe Menge, die vor einiger Zeit noch Hosianna gerufen hat,
schreit nun: Kreuzige ihn! So furchtbar lassen Menschen sich
manipulieren. So wankelmütig kann die öffentliche Meinung sein.
Ungerührt stößt die Menge Jesus, den sie gerade noch verehrt
hat, nun aus ihrer Mitte und überlässt ihn dem grausamen Tod am
Kreuz.
Rudolf Otto Wiemer, der 1998 verstorbene, aus Thüringen
stammende, später in Böhmen und Niedersachsen wirkende Lehrer
und Schriftsteller, hat in einem Text die harte Frage an uns
formuliert:
Der
Esel, so hörte ich, schämt sich,
dass er ihn trug.
Er schämt sich des Einzugs in Jerusalem,
weil auf das Hosianna!
das Kreuzige! folgte.
Also sei, der durch das Hosianna ihn trug,
sagt er, zugleich des Kreuzige Anfang.
O, ist nicht ein Esel der Esel, da er so
kleiner Ursache wegen sich schämt, und
ich, der Mensch, der schrie, der beides
schrie: Hosianna! schrie und: Kreuzige!
schäme mich nicht?
Stefan Andres hat gesagt:
"Lasst uns alle vor seinem Kreuze schweigen;
wir alle sind anders als er
und sind vor ihm alle schuldig."
Mit
herzlichen Grüßen und Segenswünschen für die Passions- und
Osterzeit,
Ihr Pastor Alexander Mielke

Herzliche
Einladung zu einem Konzertgottesdienst mit dem Männerchor
"Harfentöne" am Palmsonntag, 5. April 2009, in der
Martin-Luther-Kirche! Der Gemeinsame Gottesdienst wird als ruhiger
und musikalischer Gottesdienst gehalten, der sein Gepräge von
Stücken aus Franz Schuberts "Deutscher Messe" empfängt, als
eine gute Einstimmung auf die Karwoche. Nach dem Gottesdienst, der
um 11.00 Uhr beginnt, singen die Harfentöne unter Leitung von
Alfred Schormann weitere Volkslieder wie auch Geistliche Lieder, die
zur Jahreszeit passen. Der Eintritt ist frei. Kommen Sie und bringen
Sie auch Freunde und Bekannte zu diesem musikalischen Erlebnis mit!
Wir erwarten fast 60 Mitglieder des Chores als Gäste und wollen
ihnen, da einige von ihnen eine weite Anreise haben, ein stärkendes
Mittagessen bieten. Bitte helfen Sie mit, indem Sie mit zum
Potluck Lunch beitragen. Haben Sie herzlichen Dank!
Wir
laden wieder sehr herzlich ein zu dem Osterfrühgottesdienst am
12. April am Lake Ontario (Humber Bay West). Im Jahreslauf ist
das ein einmaliges Erlebnis, am Ostermorgen die Sonne über dem See
und über Toronto aufgehen zu sehen und dabei mit anderen die
Osterbotschaft zu feiern. Um 5.45 Uhr kommen wir am Parkplatz
zusammen, um 6.00 Uhr beginnt der Gottesdienst, spaeter besteht die
Möglichkeit, im Gemeindehaus zum Osterfrühstück mit Pancakes und
Toast zusammen zu kommen.
Treffen auf dem letzten Parkplatz des „Humber Bay Park West“ (das
ist etwa 1,5 km östlich der Kirche, Südseite Lakeshore, direkt
hinter den großen Appartement - Gebäuden der Anlage „Marina del
Ray“; in der Nähe des Yacht-Clubs!), halten Sie sich rechts und
fahren die Straße bis zum letzten Parkplatz entlang.
Lassen Sie uns wissen, wenn Sie eine Fahrgelegenheit benötigen.
Melden Sie sich bitte in der Kirche (416-251-8293) oder bei Pastor
Mielke (416-567-2487).
Der Gemeinsame
Osterfestgottesdienst beginnt später in der Kirche um
10.00 Uhr.
The social coordinators at Martin
Luther Church have arranged for a group outing to see the musical
production of The Sound of Music at the Princess of Wales
Theatre, 300 King St. West, on Saturday, April 11, 2009 at 1:30 p.m.
For more information contact,Dina Wancar
dinotchka@yahoo.ca Gisela Wilhelm
gisela@eol.ca.
Und die
Schwimmparty des Kindergottesdienstes findet wieder statt!
The Sunday
School of the Martin Luther Church is having their Annual Swim Party
on Saturday April 18, 2009 at Norseman Pool, 105 Norseman St.,
Etobicoke (off Islington Ave. between Bloor St. West and The
Queensway). Mark your calendars! We
invite all members and friends. We have the entire pool to ourselves
from 4:00 – 5:00 p.m. followed by pizza and other treats. For more
information contact,Monika Schmidt
monikakschmidt@gmail.com Tanya Zielke
tanya_zielke@yahoo.ca.
Herzliche
Einladung zum Muttertagsessen
Am Sonntag, dem
10. Mai 2006, ist Muttertag! An diesem Tag bereiten
Männer der Gemeinde das Essen vor. Kommen Sie und lassen Sie sich
bewirten! Für diesen Gottesdienst am Muttertagstag hat
Generalkonsul Holger Raasch sein Kommen angekündigt; wir heißen
ihn herzlich bei uns willkommen, freuen uns, dass er ein Grußwort
sprechen und auch nach dem Gottesdienst Zeit haben wird.
Dieses Jahr
veranstalten wir unser Gemeindepicknick in Camp Edgewood am
Sonntag, dem 28. Juni !
Das Sommer-Camp,
ein buntes und fröhliches Camp fuer Kinder und Erwachsene, die ganze
Familie, findet vom 26. – 31. Juli statt, wieder am Golden
Lake.
We invite you to
our annual summer camp at Camp Lutherlyn, Golden Lake, Ontario
near Pembroke - from Sunday July 26th to Friday July 31st
(5 nights). The cost is the same as last year: $225 person, plus
the bus $50 single or $75 family. You can go to our website
www.martinluther.ca to download the Registration Form,
the Bus Transportation Form and the Owl Rafting Waiver
Form. All three forms need to be filled out for complete camp
participation. Please submit forms and payment by July 3rd,
2009. The day trip to Owl Rafting is an additional cost at
$15-$20. While you are at our website, please read
ahead of time the Supply Check List for what to bring and the
Rules of Camp Lutherlyn.
The camp is also open to families
with young children and also to seniors; discounted rates apply.
For many years the
Martin Luther Lutheran Church has invited its youth for a
one-week-camp to the Golden Lake. The Camp gives children and youth
in the ages between 8 and 18 the opportunity to have a good time
together and to enjoy the beautiful landscape around the lake, The
counselors are experienced youth leaders of the church who take good
care of the needs of the campers and provide an interesting program
with creative games and sports. Part of the program are the
bible-studies which combine biblical stories with outdoor
activities. The campers sleep in cabins in groups of 10. Meals are
cooked by the staff of the Camp Lutherlyn.
For more
information contact: Dan Sommerfeld:
feld-of-dreams@sympatico.ca, or Pastor Alexander Mielke:
alexander.mielke@rogers.com

Dieses Foto
mit zweien aus Hagen (Hans-Joachim Arndt und Annemarie Krink) und
zweien aus Attendorn/Sauerland (Iris Schweiger und Pastor Andreas
Schliebener (der ebenfalls in Hagen-Vorhalle geboren wurde und
aufwuchs), entstand am 29. März, als Pastor Andreas Schliebener, der
ein Studienfreund von Pastor Mielke mit den gemeinsamen Stationen
Wuppertal, Münster und Tübingen ist, im deutschen Gottesdienst die
Predigt hielt. Vorher hatten die beiden Gäste eine
lutherisch-litauische Gemeinde in Chicago besucht.
NEED A PLACE TO SELL YOUR STUFF ?
NEED A PLACE TO SHOW YOUR ART ?
NEED A PLACE TO SHARE INFORMATION ABOUT YOUR COMMUNITY ORGANIZATION
?
COME TO
WESLEY MIMICO UNITED CHURCH’SFIRST ANNUAL
COMMUNITY MARKET !!!
SATURDAY, APRIL 25/09, 9AM-3PM
REFRESHMENTS AND LUNCHEON AVAILABLE ON SITE FOR
REASONABLE COST
CALL 416-251-5811
FOR FURTHER INFORMATION AND TO BOOK A TABLE
TABLES: FREE FOR SHARING COMMUNITY INFORMATION
VENDOR
TABLES: $20.00 FOR A TABLE 6’X2.5’
(Deadline for booking tables -first come first serve- Friday April
17/09)
Am
Montag, dem 23. März, verstarb Ella Morgan-Schwantes, die
zweite Frau unseres Pastors Eberhard Schwantes.
Am Freitag, dem 27. März,
hielten wir in der Martin-Luther-Kirche den
Beerdigungsgottesdienst, bei dem auch Pastor Doug Kramer von St.
Philip's Lutheran Church mitwirkte, Edmund Scholz eine Eulogie las,
sowie der Kirchenchor unter Leitung von Mona Frantzke wieder sang.
Es war für die Martin-Luther-Kirche ein Tag großer Trauer und des
liebevollen Andenkens an den langen Dienst von Pastor Schwantes in
der Gemeinde sowie an seine ganze Familie.
Hier eine gekürzte Fassung meiner Predigt, die auch den Lebenslauf
von Ella Morgan enthält.
Ella was an
unbelievably strong woman. Everyone who reads her book "Choices of a
Teenager", must be impressed by her strength and courage, to make
strong and brave decisions in the midst of all the horrors of war,
flight and the loss of the home country.
In
this book in the beginning of the third and last part, Ella writes:
"I am an individual. I am a daughter, a woman, a wife, a mother, a
grandmother, a teacher, but most of all, I have made some serious
and challenging decisions as an individual, that other women of my
generation would have not attempted." Thus this third part begins.
And it closes with the chapter "My trust and faith". So she herself
indicates what the source of her strength was, her faith.
Let us remember a
few of the decisive points in Ella's journey of life.
Ella
was born May 12th 1928 in Deguiciai, Lithuania. She was
the second of six children, born to Wilhelm Willenbrecht and Lydia
Gencius. Of her sibblings three predeceased her, Rudy, Lydia and
Alma. Two are still with us: Helmut and Erika. The book she has
written about her life has the subtitle "From Lithuania to Canada",
and the paragraph on page 77 begins "Hello Canada! The land of the
future". But her childhood was not at all sad, the family had a very
good life in Lithuania, owning a large farm.
World
War 2 started when she was 11 years old and drastically changed her
life.
She
writes: "On March 17, 1941, we left our home. The Germans and
Russians agreed, that about 50,000 Lutherans could leave Lithuania.
This movement of our people was refered to as 'repatriation',
because it was considered a case of Germans returning home.
Interestingly, however, we had lived in Lithuania for many
generations, and my mother and we, the children, did not know the
German language, we only spoke Lithuanian."
In
1946, after leaving a German displaced persons camp, at 18 she
travelled alone to England to find a new home and work as a hospital
attendant. As her one year contract came to an end she began asking
herself whether England was the best place for her to settle.
Ultimately she chose Canada. She envisioned the opportunities and
possibilities to be better here than in war ravaged Europe. In order
to emigrate to Canada she had to return to the camps in Germany and
try to emigrate as a refugee. November 1, 1948 she arrived in
Halifax, still alone, at the age of 20 and never regretted her
choice.
Three
years later, she was instrumental in bringing the rest of her family
to Canada as well. She married Vytautis Krygeris in 1949 and had
three daughters, Zita, Vivian and Anita. While working in
secretarial positions in those early years, she always strove to
improve academically. As a working mom, she finished high school by
correspondence and was taking courses at the Adult Training Centre,
later known as George Brown College on Keele Street. About 1963 she
realized there was a teacher shortage. She knew she was capable of
teaching and saw a new challenge. With the help of the principle at
George Brown, she chose to pursue university courses in the winter
and take three summers to complete a teaching certificate in
exchange for a teaching position at George Brown. Her amazing drive
and fortitude continued throughout her life. She received her BA
from Queens University in 1971 and together with the teaching
certificate she had, she started teaching a Runnymede Collegiate
Institute. 1973 Vytautas had a fatal car accident. Later on she
married Donald Morgan.
Her
fondest memories being in the workplace were those as a teacher. Her
determination and goals didn’t stop with herself. She was always
worrying, helping and trying to ensure that her immediate family
reached and touched those same stars. She desperately wanted to
instill the importance of education to each grandchild. She was a
life-long learner. Ella was constantly on the move to improve her
family’s household, the daughters attended about six different
schools before finishing grade 13. This continued until the day
before she had her first stroke in September where she purchased a
two bedroom condo for herself in order to make sure she had an extra
bedroom and space for a caregiver.
2002
she married Pastor Eberhard Schwantes. But at that time already he
suffered from severe Parkinson, and only 3 years later Pastor
Schwantes died tragically, in the morning of his 76th
birthday. He had been able to have the joy of celebrating the 35th
anniversary of the day care which he had been committed to over all
the years of his ministry in the MLC. But he missed the 50th
anniversary of the church which would be celebrated four months
after he had passed away. In her mid 70's she had the opportunity to
travel to Europe with her husband, Pastor Schwantes as well as
visiting Lithuania for the first time since 1944. She so enjoyed
that trip, seeing her homestead again.
There
is a special chapter in Ella's book, "Joyous Memory". There she
writes:
"The
most joyful moment of my life was when I saw the picture of my three
daughters, all my seven grandchildren and myself." She means the
photo of Justine's confirmation, in the year 2003. This shows all
the joy and pride she found in her family, in her three daughters
and all the family which had grown big.
Her sister Erika
has read verses from John 12 which is – in our German Lutheran
tradition – the Gospel for this week. Here Jesus Christ says,
"Unless a grain of wheat falls into the earth and dies, it remains
just a single grain, but if it dies, it bears much fruit." This is
the mystery of the grain of wheat: Even our sufferings can bear
plenty of fruit. First of all we see this in the passion and
resurrection of our Lord Jesus Christ.
There are two ways
of dealing with sufferings, the passive and the active one. Only the
conscious way of accepting the suffering, only the active way of
dealing creatively with suffering, can truely bear plenty of fruit.
There was enough
in Ella's life what could have made her suffer passively. But this
she never did. She always searched for ways how to deal actively
with problems. During the last weeks the daughters would read books
to her while staying by her side in the hospital. I was so impressed
when I was told what they read to her during day or night: "The
Outliers" by Gladwell, or memories of Eleanore Roosevelt, or "My
Stroke of Insight" by Jill Taylor. Her lifelong dedication to
learning never wore off, even in the last weeks, when she became
weaker, she still would try hard to learn and deal actively with her
sufferings.
Psalm 23 speaks of
the "darkest valley" where God is still with us. For Ella, the image
for the dark hours was the woods. She placed this on the front page
of her book, the dark forest where she had to run through and hide
in during her long ways of the flight. A childhood in the terrible
times of World War II, a youth in which she was forced to make very
difficult decisions on her own. But in the midst of fears and
doubts, still this experience: "you, my God, are with me, your rod
and staff, they comfort me."
In my very first
meeting of Ella she told me this. She told me of her confirmation
which she had together with her brother Rudy Palm Sunday 1942 in a
camp for refugees near to Posen. She told me that since that time a
prayer had helped her day by day, a prayer that she had chosen to be
printed on her confirmation certificate.
Mein Gott,
verlass mich nicht! Ich ruf aus Herzensgrunde,
Ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde.
Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht,
So weiche nicht von mir – ach Gott, verlass mich nicht!
Ella Morgan, im Alter von 80
Jahren
am 23. März 2009
Wenn
das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es
allein:
wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Johannes 12, 24